Landesbibelgesellschaft
Die Landesbibelgesellschaft wurde am 5. November 1820 als „Großherzogliche Badische Bibelgesellschaft“ in der Stadtkirche Karlsruhe gegründet. Sie hatte als einzigen Zweck „die Verbreitung der heiligen Schrift alten und neuen Testaments unter den evangelischen Christen des Landes nach Luthers Übersetzung ohne alle Noten und Anmerkungen.“ Mitglieder und Förderer sorgten mit ihren Beiträgen dafür, dass Bibeln verschenkt oder zu einem geringen Preis verkauft werden konnten.
Ein Ansporn war die in der Zeit zwischen 1755 und 1766 umgesetzte Verordnung des Markgrafen Karl Friedrich, dass die Pfarrer bei ihren Hausbesuchen darauf achten sollten, dass alle Familien in den Besitz einer Bibel gelangen. Zugleich sorgte er dafür, dass alle bildungsfähigen Kinder lesen und schreiben lernten. Die „Biblischen Geschichten“ Johann Peter Hebel prägten damals in Baden die Bibelkenntnisse ganzer Generationen von Schülern und Schülerinnen.
Auch 200 Jahre später ist die Bibelverbreitung und die Bibelkenntnis innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden vorrangiger Zweck des eingetragenen Vereins: Verständnis für die Bibel wird durch die Bibelgalerie Meersburg gefördert. Hilfen für den Gebrauch der Bibel werden in der Bibelwochenarbeit vermittelt. Außerdem stellt die Bibelgesellschaft Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen Bibeln zur Verfügung, zum Beispiel Altarbibeln und Bibeln für Gefängnisse.
„Wir freuen uns auf eine große Vielfalt an Veranstaltungen und interessante Kooperationen“, sagen der 2019 neu gewählte Vorsitzende Prälat Dr. Traugott Schächtele und die Geschäftsführerin der Bibelgesellschaft, Thea Groß. Das Jubiläumsprogramm stehe unter dem Motto „200 Jahre Bibel in Baden“ und zeige, dass bibelgesellschaftliche Arbeit heute genauso aktuell ist wie in den Anfängen.
Weitere Informationen: Bibelgalerie Meersburg
