"Auf einem kleinen, dreieckigen Restgrundstück nahe der S-Bahn in Stetten Süd wurde das neue evangelische Gemeindehaus mit Sakralraum gebaut.
Heute werden kaum mehr Kirchen gebaut, wohl aber Gemeindehäuser mit einem Sakralraum. Das war auch das Programm für das Gemeindehaus der Johannesgemeinde. Das Gemeindehaus ist als plastische Einheit entwickelt und der Sakralraum aus dem Volumen heraus überhöht. Eine einprägsame architektonische Figur ist entstanden, die durch ihre einladende Geste den Besucher willkommen heißt.
Es sollte etwas „ganz Anderes“, Dauerhaftes und Feierliches geschaffen werden, das sich deutlich von den Wohnbauten der Nachbarschaft unterscheidet. Schon die lebendigen Ziegelmauern des geschwungenen Baus zeigen Solidität und Dauerhaftigkeit. Sie kontrastieren mit den Eichenholzfenstern und Einbauteilen und dem lasierten Beton im Innern.
Der Raum Gottes war ein wichtiger Teil der Gestaltungsaufgabe. Dieser von Aussen gesondert zugängliche Raum ist nur 55 qm groß, lässt sich mit einem Gruppenraum von 60 qm verbinden, hat Emporen, eine Orgel und einen besonderen Charakter durch Höhe und Lichtführung. Der Raum soll Teil des Gemeindehauses sein und aus dem Geist der liturgischen Handlung leben."
(Prof. Fritz Wilhelm)