Friedensbildung

  
„Eine von der Vision des Friedens inspirierte Erziehung ist mehr als die Vermittlung von Strategien für die Friedensarbeit. Sie ist eine zutiefst spirituelle Charakterbildung, die Familie, Kirche und Gesellschaft einbezieht. Friedensbildung lehrt uns, den Geist des Friedens zu nähren, die Achtung der Menschenrechte zu vermitteln und Alternativen zur Gewalt vorzustellen und umzusetzen.  Die Friedensbildung fördert die aktive Gewaltfreiheit als eine unvergleichliche Kraft der Veränderung, die in verschiedenen Traditionen und Kulturen praktiziert und geschätzt wird.  Die Bildung des Charakters und des Gewissens befähigt die Menschen, den Frieden zu suchen und zu verfolgen.“ (ÖRK: Aus dem Aufruf zum gerechten Frieden 2011)
 
Als Landeskirche unterstützen wir die Friedensbildung in Gemeinden und Bezirken mit verschiedenen Angeboten.
  
Local Peace
Logo von Local Peace
Local PEACE ist ein Netzwerk der Evangelischen Friedensarbeit und wird von acht Landeskirchen getragen. Es startete 2023 und möchte Friedens­engagement in Gemeinden sichtbar machen. Es sammelt kleine und große Geschichten und erinnert an die großen Visionen von mutigen Menschen, die sich für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft einsetzten. 
Das Friedenshandeln orientiert sich an den folgenden sechs Handlungsfeldern: 
  • FriedensBibel (Andachten, Gottesdienste)
  • FriedensPerspektiven (neue Ideen)
  • FriedensProjekte (z.B. Friedensstifter*innen- Programm für Konfirmand*innen)
  • FriedensKultur (z.B. Konzerte)
  • FriedensGesichter (lokale Persönlichkeiten)
  • FriedensOrte (z.B. Gedenkstätte) 
Gemeinden oder kirchliche Gruppen, die mitma­chen, markieren einen Ort des Friedens. So entsteht eine Landkarte des Friedens. Die Mit­glieder erhalten eine Friedenstaube in Form des Kunstwerks Friedenssiegel und einer Plakette, die ihren Ort des Friedens sichtbar machen. In der Friedensdekade werden und mit dem Frie­denssiegel ausgezeichnet.
Am 14. Januar 2024 wird mit LocalPEACE Offenburg ein badisches Netzwerk das Friedenssiegel erhalten. Dort engagieren sich Gemeindemitglieder schon seit Jahren mit regel­mäßigen ökumenischen Gottesdiensten, Frie­denskonzerten, Vortragsreihen sowie der Unter­stützung des Wohn- und Friedensprojekts Liebfrauenhof.