Kühle Kirchen – Schutzräume gegen die Sommerhitze
Die sommerlichen Durchschnittstemperaturen steigen seit Jahren deutlich. Im Jahr 2022 sind in Deutschland mehr als 4.500 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben. Auch Kirchen können ihren Teil dazu beitragen, Menschen einen Schutzraum vor extremer Hitze zur Verfügung zu stellen. Die badische Landeskirche bittet ihre Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen daher zu prüfen, ob es für sie sinnvoll und umsetzbar ist, sich im Sommer 2026 mit geöffneten Kirchen oder anderen Maßnahmen am Hitzeschutz zu beteiligen.

In Kirchengebäuden finden Menschen "kühle Luft und menschliche Wärme", hatte die EKD-Ratsvorsitzende Kerstin Fehrs im vergangenen Juni geschrieben. Viele Innenräume gerade der historischen Kirchen bleiben in den Sommermonaten kühl, können Menschen Zuflucht vor der Hitze bieten und ein niederschwelliges Angebot zur Einkehr und Ruhe sein. Auch kühle Pfarrgärten oder schattige Kirchplätze können im Sommer zum Verweilen und Entdecken einladen.
Das Konzept der offenen Kirchen als kühle Schutzräume gegen die Sommerhitze bietet Menschen unterwegs und Menschen, die sonst keine Möglichkeit haben, der Sommerhitze zu entgehen, die Möglichkeit, einen kühlen Ort aufzusuchen, um sich und ihre Gesundheit zu schützen. Dies ist besonders im urbanen Raum mit wenig Grün- und Ausweichflächen und dichter Bebauung wichtig, vor allem in der Rheinebene. Kirchen können so als einladende, positiv besetzte Orte erlebt werden. Denkbar ist auch, dass Gemeinden oder Kooperationsräume über geöffnete, kühle Kirchenräume hinaus eine Sommeroase anbieten. „Kirche als Sommeroase“ kann eine Vielzahl unterschiedlicher Themen und Schwerpunkte miteinander verbinden: Konzerte, Kurzandachten, Segensduschen, Gespräche, Ausstellungen, Führungen, Getränkeausgabe oder Aktionen im Rahmen der Kampagne „hoffnungsvoll“ (Ideenpool dazu unter: www.ekiba.de/hoffnungsideen). Möglich wäre auch, Einzelangebote mit dem bundesweiten Hitzeaktionstag am Donnerstag, 11. Juni 2026, zu verknüpfen, um die mediale Aufmerksamkeit auf die eigenen Angebote zu erhöhen.
Aktion REFILL
Eine mögliche Erweiterung der Aktion „Kühle Kirchen“ ist die Teilnahme an der Aktion „REFILL“. Refill-Deutschland ist eine einfache Idee mit großer Wirkung: Geschäfte mit dem Refill-Aufkleber bieten kostenfreies Leitungswasser für jedes mitgebrachte Trinkgefäß an. Ziel ist es, aktiv zur Reduzierung von Plastik beizutragen und auf die Probleme der Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung durch Plastik aufmerksam zu machen. Hier können Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen vor Ort prüfen, wo entsprechende Angebote umsetzbar wären. Der Kreativität, eigene Ideen umzusetzen oder bereits existierende Beispiele an lokale Bedürfnisse anzupassen, sind keine Grenzen gesetzt. Auch für diakonische Einrichtungen gibt es Möglichkeiten, sich mit Angeboten zu beteiligen.
Sie möchten sich an der Aktion Kühle Kirchen / Sommeroase beteiligen?
Informieren Sie uns gerne, damit wir Sie in die Angebotsliste aufnehmen und noch mehr Menschen darüber informieren können: info@ekiba.de