"Der Ort: In einer Jahrtausend alten Kulturlandschaft ein Platz zum Verweilen und Träumen.
Autobahn: Der Weg von A nach B, Schnelligkeit, angespannte Konzentration, begrenztes Blickfeld, Lärm, Unruhe und Stress.
Die Kapelle am Weg: Ein Ort der inneren Einkehr, Ruhe und Verweilen, Besinnung. Der Blick weitet sich für das Wesentliche." (Rolf Bürhaus)
Introvertiert und archaisch die Gebäudekonzeption selbst. Die Hektik und das Laute bleiben vor der Türe, auch die spektakuläre Landschaft und das fast unbegrenzte Panorama. Eine Pforte schafft Zugang und verhilft zum bewussten Eintreten.
Die Kapelle, ein längsgerichteter Raum mit quadratischem Querschnitt, zum Innenhof hin geöffnet. Über der Pfeilerwand als Obergaden die transluzente Verglasung. Kreuzsymbole auf den beiden Schmalseiten.
Materialien: Massive Wände und Decken aus geschüttetem Einkorn-Leichtbeton, dem Basaltmehl als Farbstoff zugegeben ist. Der Zugangsweg aus kugelgestrahltem Basaltsteinestrich. Die Böden von Hof und Kapelle ebenfalls in Basaltestrich mit Streifen aus Basaltgestein. Alle Details ruhig und auf das unabdingbar Notwendige reduziert.
Als Pate zum Entwurfsgedanken stand nicht die beschwingte und üppige Barockkapelle, sondern vielmehr die Gefahr abwendende und beschützende Urform einer kleinen frühchristlichen Klosteranlage." (Rolf Bürhaus)