
Viel Orgel für wenig Geld! Das ist der Traum jedes orgelbeschaffenden Kirchenmusikers oder Kirchengemeinderates. Im Orgelbau sind seit Jahrhunderten Konstruktionen und Einrichtungen bekannt, die darauf zielen, das Pfeifenwerk möglichst vielseitig zu nutzen und die Klangwirkung mit wenig Aufwand zu steigern. Die Chance für den Bau vielseitiger, robuster und preiswerter Kleinorgeln liegt nun im Wiederentdecken und der sinnvollen Kombination von Techniken und Konzepten mit dem Ziel, durch geringen technischen Zusatzaufwand große musikalische Vielseitigkeit zu erreichen.
Was sich zunächst wie die Quadratur des Kreises anhört, ist technisch und musikalisch recht einfach zu lösen. Das von der Pneumatik und Elektrik her bekannte (und dort zurecht verpönte) Multiplexsystem wurde auf die mechanische Schleiflade übertragen, und zwar nur jeweils auf die Baßoktave der einzelnen Register. Die Hauptnachteile des Multiplexsystems, die „Tonlöcher“, sind dadurch beim Spiel der üblichen Orgelliteratur nicht mehr wahrnehmbar. Bei bis zu allen Registern eines Werkes kann so auf eigene Pfeifen in der Baßoktave verzichtet werden, da sie von anderen Registern zur Verfügung gestellt werden. Die Mehrfachnutzung der Pfeifen in der tiefen Lage wird von Laien nicht, von Profis selten bemerkt.
Das ÖKOrgel-Konzept setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:
Manual C-c4:
Bordun 8´
Salizional 8
Prinzipal 4´
Quinte 2 2/3´ (ab c0)
Oktave 2´
Superoktavkoppel
Pedal C-f1
Pedalkoppel
Die Superoktavkoppel ermöglicht die beiden wichtigen Registermischungen Flötenchor 8´+ 4´ und Streicherchor 8´+ 4´.
Manual C-c4:
Bordun 8´
Salizional 8
Prinzipal 4´
Quinte 2 2/3´ (ab c0)
Oktave 2´
Superoktavkoppel
Pedal C-f1
Pedalkoppel
Die Superoktavkoppel ermöglicht die beiden wichtigen Registermischungen Flötenchor 8´+ 4´ und Streicherchor 8´+ 4´.
Zu diesem Grundmodul lassen sich bei Bedarf verschiedene Erweiterungen ergänzen: Ein zweites Manual mit 1 bis zu 5 Registern oder ein Pedalregister – mit richtigen Pfeifen oder bei Platzmangel auch elektronisch. Alternativ lässt sich als zweites Manual auch ein großes Digitalklavier auflegen. Dieses erweitert das Konzept in Richtung einer stilistisch breitgefächerten Grundausstattung für Gemeindezentren oder für eine Zweit- oder Chororgel in mittleren Kirchen.
Allen Orgelbausteinen der ÖKOrgel liegen folgende Qualitätskriterien zugrunde:
- Hochwertige handwerkliche Ausführung
- Bewährte und klimabeständige Materialien und Konstruktionen
– Schleiflade mit mechanischer Spiel- und Registertraktur
- Beste Stimmhaltung: Metallpfeifen auf Tonlänge abgeschnitten, Metallgedeckte zugelötet
– Gute Zugänglichkeit für Wartung und Stimmung.
Allen Orgelbausteinen der ÖKOrgel liegen folgende Qualitätskriterien zugrunde:
- Hochwertige handwerkliche Ausführung
- Bewährte und klimabeständige Materialien und Konstruktionen
– Schleiflade mit mechanischer Spiel- und Registertraktur
- Beste Stimmhaltung: Metallpfeifen auf Tonlänge abgeschnitten, Metallgedeckte zugelötet
– Gute Zugänglichkeit für Wartung und Stimmung.
Nach dem gleichen Prinzip funktioniert die etwas größere „Barock-Plus-Romantik-Orgel“, die bei sehr geringem Platzbedarf vier 8´-Grundstimmen und insgesamt 13 Register bereithält. Ein ideales Instrument für die Gemeindebegleitung und die Begleitung mittlerer Chor- und Instrumentenensembles.
Daten und Fakten
Konzeption der ÖkOrgeln: Dr. Kares, Orgel- und Glockenprüfungsamt Karlsruhe
Orgelbau: Jäger & Brommer, Waldkirch und Vier, Friesenheim
Fotos: Evangelischer Oberkirchenrat Karlsruhe, Jäger & Brommer, Waldkirch und Altenkirch, Karlsruhe
Auftraggeberin: Evangelische Landeskirche in Baden
Orgelbau: Jäger & Brommer, Waldkirch und Vier, Friesenheim
Fotos: Evangelischer Oberkirchenrat Karlsruhe, Jäger & Brommer, Waldkirch und Altenkirch, Karlsruhe
Auftraggeberin: Evangelische Landeskirche in Baden