Seit mehreren Jahren sind nun in unserem Pfarrgarten Honigbienen zuhause und fühlen sich unter dem Glockenturm und bei den vielen Proben-Klängen unserer Kirchenmusiker sehr wohl. Mittlerweile ist ein festes Team aus Ehrenamtlichen um eine unserer Ältesten, die selbst Imkerin ist, zusammengekommen, die sich im Frühling und Sommer jede Woche zur Pflege der Bienen, zum Honig-Schleudern und Abfüllen, und zum Schluss des Bienenjahres zu einer Runde Bienenstich-Torte treffen.
Auch die Kinder unserer evangelischen Kita haben unsere Bienen bereits mehrfach besucht – mit großer Entdeckerfreude und gut „verpackt“ in eigens angeschafften Kinder-Imker-Anzügen wurden die Bienenstöcke geöffnet und die Bienen bei der „Arbeit“ beobachtet.
Für viele unserer Gemeindemitglieder gehören die Bienen mittlerweile fest zum „Inventar“ und mit dem Kauf des Honigs unterstützen sie unser Projekt in jedem neuen Bienenjahr.
Anlässlich des Umzugs unseres Pfarrbüros in neue Räumlichkeiten wurde dort sogar ein kleiner Raum für die Honigschleuder eingerichtet, in dem nun der fleißigen Arbeit der Bienen mit der entsprechenden Sorgfalt bei der Honiggewinnung Rechnung getragen und jedes Jahr voller Freude die Honigernte bestaunt wird.
Spätestens bis zum Erntedankfest sind dann die Gläser gut gefüllt und die Bienen mit Futter für den Winter versorgt, damit im nächsten Frühling alles wieder von vorn beginnen kann.
Umfang des Projekts:
Beteiligte:
Kirchenälteste (selbst Imkerin); vier ehrenamtliche Helferinnen im regelmäßigen (teils wöchentlichen) Einsatz; unsere Pfarrerin und unser Pfarrer, die das Projekt bei Erntedank- und Schöpfungsgottesdienst einbeziehen und die Bienen in ihrem Garten beherbergen; die Mitarbeiterinnen der evangelischen Kita, die das Thema Bienen und Insekten mit den zukünftigen Schulkindern bearbeiten und einen Besuch am Bienenstand begleiten und Mitglieder der Gemeinde allgemein, die Interesse an dem Projekt haben und dieses durch den Kauf des Honigs sowie der Rückgabe der Honiggläser unterstützen.
Die Einnahmen aus dem Honigverkauf und der Erlös des Samenkapsel-Automaten kommen für Bienenfutter zugute.
Auswirkungen des Projekts
Das Projekt ist ein guter „Botschafter“ für die Arbeit des Grünen Gockels allgemein und verdeutlicht die Anstrengung zur Bewahrung der Schöpfung. Es führt schon die Kinder im Kindergartenalter auf spannende und unmittelbar erfahrbare Weise an die Wunder der Schöpfung und zugleich die Schutzbedürftigkeit der Natur heran, vermittelt Wissen zu Honigbienen und Insekten und motiviert zu einem achtsamen Umgang mit der Natur. Auch im Rahmen weiterer Angebote der Gemeinde, bspw. des Frauen-Gesprächskreises, konnte durch einen Vortrag zum Thema Imkerei Wissen vermittelt, über die Arbeit des Grünen Gockels berichtet und für gemeinsame Anstrengungen zum Schutz der Natur geworben werden.
Über die Präsentation des Projekts bei Kindergarten- oder Gemeindefesten kann ein größeres Publikum für das Thema „Bewahrung der Schöpfung“ angesprochen und sensibilisiert werden und über die Arbeit des Grünen Gockels informiert werden.
Der Verkauf des Honigs ist eine im Jahreszyklus wiederkehrende Gelegenheit, um auf die Arbeit und Ziele des Grünen Gockels hinzuweisen und für Unterstützung zu werben.
Durch das Projekt wurde die Kooperation mit einer muslimisch geprägten Schule in Mannheim intensiviert, mit welcher bereits eine Kooperation unserer Gemeinde im Rahmen eines regelmäßig stattfindenden Koran-Bibel-Lesekreises besteht und in deren Schulgarten ebenfalls Gemeinde-Bienen untergekommen sind. Außerdem erhielt unsere Gemeinde durch das Projekt eine Spende zum Erwerb eines Automaten für Samenkapseln mit „Bienenfutter“, der neben der Kirche installiert werden konnte.
Positive Auswirkungen auf die Umwelt ergeben sich durch die Sensibilisierung der unterschiedlichen Gruppen in der Gemeinde für Themen des Umweltschutzes und der Grünen-Gockel-Arbeit sowie durch die Vermittlung von Wissen zum Thema Insekten und Imkerei.
Soziale und Vernetzungs-Vorteile ergeben sich, weil durch das Projekt ganz unterschiedliche Gruppen in der Gemeinde erreicht werden und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern intensiviert wird.

