2024 – Seelbach – Artenvielfalt
Die Pfarrerin und das Grüner-Gockel-Umweltteam der Evangelischen Kirchengemeinde Seelbach haben einen “grünen Daumen” und sehr viel Gartenliebe.

Sie wählen ihre Pflanzungen nach den Kriterien des Artenreichtums und der Standhaftigkeit im Klimawandel aus. Regenwasser sammeln sie in Auffangbehältern mit einem Volumen von 2000 Litern.
Acht seltene und vogelfreundliche Baumarten haben im Garten Platz gefunden: zwei Weißdorne (Crataegus), drei Persische Eisenholzbäume, eine Tamariske, eine Säulen-Felsenbirne (Obelisk), Summer Chocolate, Seidenbaum, Zierapfel, Schnee-Felsenbirne, amerikanische Eberesche. Zudem pflegen sie einen großen Nussbaum, der als Schattenspender dient und in dem sie Nistkästen angebracht haben.
Der Garten beheimatet auch diverse Büsche: Winterkirsche, Kornelkirsche, Weide, Forsythie, Lime Light Rispenhortensien, Rhododendren, Rosen sowie Bienenfreundliches wie Bartblume, Faulbaum, Verbene, flächendeckender Storchenschnabel, Zistrose, Thymian und Gräser.
Auf ihrer Blumenwiese an einem Steilhang haben sie Winterblühern wie Winterkirsche, Kornelkirsche und Weide gepflanzt, da diese zum fetten Boden dort passen. Eine Begrünung des Kies-Bodens unter dem Pfarrhaus-Balkon ist angewachsen.
Durch ihre Aktion „Lebendiger Weihnachtsbaum“ nehmen sie nur noch kleine Bäume im Kübel, die wieder ausgepflanzt werden können. Den Corona-Weihnachtsbaum aus 2020 haben sie am Friedhofseingang gepflanzt und dies auch beschildert.
Auswirkungen des Projekts auf die Öffentlichkeit - Strahlkraft
Die Gartenpflege verbinden sie geschickt mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit, und so ist der Grüne Gockel im Gemeindebrief und in der Gemeindeversammlung präsent, auch wenn über die Artenvielfalt und über die Eigenschaften der Pflanzen berichtet wird. Auf der Homepage der Kirchengemeinde hat der Grüne Gockel eine eigene Rubrik.
An Festen und an Erntedank gestaltet das Grüner-Gockel-Umweltteam thematisch mit. Die hohe Wirksamkeit auf die Öffentlichkeit erreicht das Team auch durch Nistkästen, Rosen und Wildblumen-Streifen in den Außenanlagen entlang des Fußweges. Die Begehung des gesamten Gartens nach Konzerten und bei Festen ist möglich und wird gern genutzt. Zudem stammt der Altarschmuck aus eigener Produktion.
Das Gemeindefest hat sich als Rosenfest etabliert und hat das Thema Garten immer in irgendeiner Form als Inhalt: Rosen der Diakonie, Gartenkunst, Gartenkonzert, biblische Pflanzen, Friedensrose „Gloria Die“ mit Partnergemeinde, persischer Garten mit Garten-Fresken einer Künstlerin usw.
