2025 Rheinfelden - E-Bike
Der Pfarrer, der mit dem E-Bike kommt
Im Jahr 2019 wurde für den Pfarrer ein E-Bike angeschafft. Der Grüne Gockel und die Aktion „KlimaCent“ haben mitgefördert, und so wurde der Umstieg für die Kirchengemeinde sehr leicht gemacht. Das hat motiviert.

Rheinfelden liegt am Rhein und die Ortsteile sind in einem 6 km Radius in Fahrradentfernung gut erreichbar. Wenn man das Rheintal verlässt, wird das aber schnell zu einer schweißtreibenden Angelegenheit mit einem konventionellen Fahrrad.
Daher wurde im Jahr 2019 für den Pfarrer ein E-Bike angeschafft. Der Grüne Gockel und die Aktion „KlimaCent“ haben mitgefördert, und so wurde der Umstieg für die Kirchengemeinde sehr leicht gemacht. Das hat motiviert.
Der Pfarrer hat mit dem E-Bike viele dienstliche und private Fahrten durchgeführt. In den bald 6 Jahren seit der Anschaffung wurden über 10.000 km mit dem Velo gefahren. Zunächst waren es vermehrt dienstliche Fahrten in der Kernstadt, wie Wege zu den Schulen, zu abseits gelegener Kindertagesstätten und zu Kasualien-Vorbesprechungen sowie zum Friedhof.
Später kamen auch Außenbereiche der Gemeinde hinzu, Strecken, die zu den Gemeinden oberhalb von Rheinfelden führten und mit dem normalen Fahrrad sehr selten angefahren werden. Mit dem E-Bike wurden jedoch auch diese Fahrten möglich, ohne verschwitzt am Ziel anzukommen
Etwa ein Drittel der Fahrten waren rein privat, die schönste war eine Radtour rund um den Bodensee. Etwa jede fünfte der Dienstfahrten wären anstatt dem Velo mit dem PKW gemacht.
Es wurden in diesen 6 Jahren zwei Wartungen durchgeführt und es musste ein neuer Akku sowie ein neues Steuerungsgerät als Reparatur angeschafft werden. Damit wurden Unterhaltskosten von 1.150 € nötig. Deutlich billiger als Unterhaltskosten für ein Auto. Die Kosten für den neuen Akku und das Steuerungsteil hat die Gemeinde übernommen und der Grüne Gockel hat mitfinanziert.
Der Pfarrer sagt selbst dazu:
„Ich erlebe das Velofahren als gesund für Leib und Seele, und als „entstressend“ nach Terminen. Ich genieße die Bewegung draußen, das Treffen von Leuten aus der Gemeinde, vor allem im Grünen.
Trotz der Berge und Hügel, komme ich zu den Gesprächen in die Häuser nicht durchgeschwitzt oder abgehetzt. Ich erfahre einen Zuwachs an Mobilität in Höhe und Weite. Ich bin persönlich sehr dankbar für diese Unterstützung und Hilfe für die gemeindliche Arbeit! Das ist Salutogenese.
Dazu kommt, dass ich oft erstaunte Blicke erlebe, und es ergeben sich interessante Gespräche bei Besuchen oder mit Menschen auf der Straße, wenn ich mit dem Velo komme, statt mit dem Auto. Die Anfahrt mit dem Auto erwarten die Leute viel eher und gerade von einem Pfarrer, obwohl bei uns in der Innenstadt alles dagegenspricht, das Auto zu nehmen.
Velo ist immer besser, so ist dieses Dienstvelo auch ein Modell für die Grüner-Gockel-Mobilität, für glaubwürdiges Handeln und für gesundes Bewegen. Ich möchte es keinen Tag missen!“
