ZETO-Förderer-Treffen in Hermannstadt (Sibiu Rumänien)
Vom 25. bis 27. März 2026 führte eine Dienstreise nach Sibiu (Hermannstadt) zum „Runden Tisch der Förderer des ZETO (Zentrum Evangelische Theologie Ost)“. Das ZETO ist eine Kooperation der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) mit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR).

Ziel ist die Vernetzung evangelischer Kirchen und Fakultäten in Osteuropa sowie die Förderung des Dialogs mit der Orthodoxie, insbesondere im rumänischen Kontext. Begleitend fand ein vom ZETO organisierter Dies Academicus unter dem Titel „Kirchen in der Diaspora – zwischen Tradition und Innovation“ mit internationalen Beiträgen statt.
Die Reise bot zugleich Einblicke in den tiefgreifenden Wandel der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR). Nach einem Mitgliederrückgang von rund 95 % seit den 1990er Jahren hat sich die Kirche bei etwa 11.000 Mitgliedern stabilisiert und verzeichnet erstmals wieder leichte Zuwächse. Rund 35 Pfarrer*innen betreuen circa 230 sehr unterschiedliche Gemeinden. Trotz ihrer geringen Größe zeigt die EKR eine bemerkenswerte Präsenz – durch Kirchenburgen, Schulen und diakonische Arbeit, etwa für Geflüchtete aus der Ukraine.
Deutlich wurde eine neue Dynamik: Die EKR entwickelt sich von einer nach innen gerichteten Minderheitskirche zu einer offenen Akteurin im Dialog zwischen Ost und West, Konfessionen und Sprachgruppen. Das ZETO spielt dabei eine Schlüsselrolle. Besonders das ökumenische Sommersemester sowie langjährige Kontakte zum Kontaktstudium in Heidelberg entfalten nachhaltige Wirkung.
Am Treffen nahmen auch die künftige GEKE-Generalsekretärin Dr. Susanne Schenk und der scheidende Generalsekretär Dr. Mario Fischer teil – eine gute Gelegenheit, den Austausch in einer Phase des personellen Übergangs zu vertiefen.
