Kooperation und Zusammenarbeit

Grußwort zum 80-jährigen Jubiläum der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg

Sehr geehrte Festgäste!

Im Namen der Evangelischen Landeskirche in Baden gratuliere ich herzlich zum 80-jährigen Jubiläum der Hochschule für Kirchenmusik.
Sowohl für unsere Landeskirche, als auch für mich persönlich ist die Hochschule für Kirchenmusik ein Ort kirchenmusikalischer Ausbildung, dessen Ausstrahlung weit über Baden hinaus wirkt. Seit meiner Zeit als Theologiestudent und als Mitglied der Studentenkantorei bin ich der Hochschule für Kirchenmusik eng verbunden und habe an ihrer Weiterentwicklung Anteil genommen.


Vor fünf Jahren feierten wir das 75-jährige Bestehen mit einem Festakt und einer umfangreichen Festschrift. In der Vorbereitung auf den heutigen Tag habe ich noch einmal in dieser Festschrift geblättert. Wie bereits vor fünf Jahren beeindruckte mich die umfassende Darstellung der Geschichte der Hochschule. Auch die Würdigung der ehemaligen Dozentinnen und Dozenten fiel mir erneut ins Auge. Ich las Portraits über Personen mit klingenden Namen wie Hermann Meinhard Poppen, Erich Hübner, Rolf Schweizer und andere. Ich las aber auch noch einmal den bis heute aktuellen Beitrag von Walther Eisinger mit dem Titel „Sagen und Singen lernen“. Der Beitrag trägt den Untertitel „Kirchenmusiker und Theologen in Heidelberg als liturgische Partner“. In beeindruckender Kürze stellt Eisinger das Singen und Sagen im Gottesdienst als gemeinsame Aufgabe von Theologen und Kirchenmusikern dar. Mit konkreten Beispielen beschreibt er die Anfänge dieser Zusammenarbeit und deren Früchte aus seiner Sicht als Dozent am Petersstift.


Was Eisinger analysierend beschreibt, reicht meines Erachtens als Aufgabe bis in die Gegenwart und weist den Weg in die Zukunft. Kooperation, Zusammenarbeit zwischen praktisch-theologischer und kirchenmusikalischer Ausbildung; Zusammenarbeit aber auch zwischen kirchenmusikalischer und profanmusikalischer Ausbildung, eine breite und offensive Vernetzung der Arbeitsfelder untereinander und in andere Bereiche hinein – das scheint mir der tragfähige Weg für die Zukunft der Hochschule für Kirchenmusik zu sein. Selbstverständlich weiß ich, dass dies bereits an zahlreichen Stellen im Curriculum der Hochschule für Kirchenmusik geschieht.

 

Landesbischof Dr. U. Fischer