„Die Schwere des Konflikts verbietet ein vom Wahlkampf geprägtes beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren“
- 07.12.2024 -
Landesbischöfin Heike Springhart zur Diskussion um § 218
Karlsruhe, 07.12.2024. „Abtreibung legalisieren – jetzt“ - unter diesem Motto wollen Demonstranten am Samstag, 7. Dezember, in Karlsruhe auf die Straße gehen. Heike Springhart, Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, äußert sich zur aktuellen Diskussion über den Paragrafen 218.
Quelle: ekiba / Hornung
„In der Debatte um den §218 wird deutlich, dass der Schwangerschaftskonflikt Frauen vor schwerwiegende ethische Entscheidungen stellt. Aus evangelischer Sicht verbietet die Schwere dieses Konflikts ein vom Wahlkampf geprägtes beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren. Es dient weder dem Thema noch den betroffenen Frauen, wenn die Debatte polarisiert wird“, sagt Landesbischöfin Heike Springhart und fügt hinzu: „Jeder Mensch hat das Recht auf Leben. Das ungeborene Leben ebenso wie die um Zukunft ringende Schwangere. Der Schutz der Schwachen und des Lebens ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Frauen dürfen nicht stigmatisiert werden – unabhängig davon, wie sie sich im Schwangerschaftskonfliktfall entscheiden.
Wir treten dafür ein, dass Leben, das Unterstützung braucht, diese auch bekommt. Kein Mensch darf alleingelassen werden im Ringen darum, für welches Leben er Verantwortung übernehmen kann. Dies bedeutet auch, dass für die Unterstützung von Frauen in solch einem schwerwiegenden Fall unbedingt Beratung ermöglicht werden sollte.“