Herzliche Grüße und Glückwünsche zu Chanukka
Sehr geehrter, lieber Herr Landesrabbiner, sehr geehrte, liebe Rabbiner und Kantoren, sehr geehrte, liebe Frau Professorin Traub, sehr geehrter, lieber Herr Suliman, sehr geehrte, liebe Vorsitzende in den jüdischen Gemeinden, liebe Jüdinnen und Juden in Baden-Württemberg,
chag Chanukka sameach – seien Sie alle herzlich zum Lichtfest Chanukka gegrüßt! In diesem Jahr dürfen wir parallel die Freude und Hoffnung feiern, die unsere Überlieferungen uns schenken, da Chanukka und Weihnachten aufeinander fallen. So wird überdeutlich, wie sehr unsere Religionen Licht in der Finsternis, Hoffnung in der Dunkelheit sein wollen und sein können, wenn sich Menschen finden, die miteinander an einem ethisch-moralischen Miteinander bauen. Das gesellschaftliche Miteinander in Deutschland zeigte sich im Jahr 2024 erneut als brüchig. Nicht nur aufgrund der politischen Bedingungen, auch menschlich galt es großen Schmerz angesichts der Kriege weltweit zu verarbeiten, leider aber auch vor allem für die jungen Menschen ein Aufflammen antisemitischer Übergriffe, bis hin zur Körperverletzung. Als Kirchen sind wir deshalb trotz der Freude, die uns dieser Tage erfüllt, voller Sorge über die Situation jüdischen Lebens in Deutschland und weltweit.
Zudem über die Lage im Nahen Osten, insbesondere in den Grenzregionen Israels und im Gaza-Streifen. Wir beten an unseren hohen Feiertagen dafür, dass der Friedenfürst, den uns der Prophet Jesaja verheißt, die Erde mit jenem dauernden Frieden erfüllen möge, den uns auch Psalm 122 vor Augen stellt. Es gibt aber auch ermutigende Entwicklungen in der zurückliegenden Zeit – so nehmen wir wahr, dass sich in etlichen jüdischen Gemeinden ein neues Zusammenstehen und Füreinander einstehen entwickelt hat, was die einzelnen Mitglieder und die Gemeinschaft stärkt.
Wir freuen uns über die aktiven Beiträge der jüdischen Gemeinschaft in unserer Gesellschaft. An vielen Orten haben jüdische und christliche Gemeinden zudem gemeinsam versucht, Zeichen des Friedens zu sein und sich für diesen Frieden einzusetzen. Diesen unter den Menschen zu stiften, ist und bleibt eine wichtige Aufgabe, mit der wir täglich im jüdischen wie im christlichen Gebet konfrontiert werden. Das bedeutet aber auch, Menschen zu schützen, wenn sie Ziel von Aggression, Hass und Diskriminierung werden. So möchten wir Ihnen allen am Übergang zum neuen bürgerlichen Jahr 2025 versichern, dass wir nicht nur im Hoffen auf einen andauernden Frieden auf Erden verbunden bleiben, sondern auch in unserem Einsatz für jüdisches Leben in Deutschland.
Wir hoffen, dass Sie friedliche Tage verbringen dürfen – Sie und alle Ihre Verwandten und Bekannten, ob in Israel oder anderswo auf der Welt. Und wir freuen uns auf die Begegnungen im Jahr 2025. Möge der Ewige Seinem Volk und der ganzen Welt Seinen Segen zuteil werden lassen!
