Die Evangelische Kirche in Heiligkreuz
Über 775 Jahre alt
In einer landschaftlich sehr reizvollen Umgebung steht in einem lieblichen Taleinschnitt des Odenwaldes die ehemalige Simultankirche in Heiligkreuz - seit 1969 ist sie eine reine evangelische Dorfkirche. Es kann aus Urkunden geschlossen werden, dass die Kirche, wenn auch nicht in der jetzigen Größe, schon im 13. Jahrhundert bestand. Im Jahre 1242 wurde der gotische Chor errichtet.
Das Kirche reichte ursprünglich nur bis zur jetzigen Empore. Die Bauweise, teils gotisch, teils romanisch, gibt jedoch keinen genauen Hinweis auf Jahreszahlen. Es wurden bei Renovierungen kleine Reste der "Vorgeschichte" der Kapelle zum "Heiligen Kreuz" gefunden. Der quadratische Turm an der Südseite des Chores wurde nachträglich im 15. Jahrhundert erbaut, denn sein Sockel ist höher als derjenige des Chores geführt.
Man nimmt an, dass während des 30-jährigen Krieges die Kirche zum Teil zerstört wurde - urkundliche Dokumente hierüber gibt es leider nicht. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts liegen nur spärliche Nachrichten über den Kirchenbau vor. 1788/89 wurde das 15 m lange und 9 m breite Langhaus um 5 m nach Westen verlängert. Damals erhielt das Langhaus auch die großen rundbogigen barocken Fenster und das Portal auf der Nordseite. Zudem wurde im Westen eine Empore eingebaut. Der heutige Dachstuhl stammt aus dem 18. Jahrhundert.
In der Neuzeit erfuhr dir Kirche drei größere Renovierungen. In den Jahren 1957/58 wurden die ornamentalen Malereien des 19. Jahrhunderts beseitigt und die Wand- und Deckenflächen hell gestrichen. Die Kanzel wurde entfernt und durch einen Ambo links vom Triumphbogen ersetzt, Eine Verständigung zwischen den beiden Konfessionen ermöglichte es, dass der hölzerne Altaraufbau (Hochaltar) wieder dem ursprünglichen Steinaltar den Platz räumte. Darauf wurde wieder der Kruzifixus, dessen 1,23 m hoher Korpus aus dem 16. Jahrhundert stammt, aufgestellt. Auch das wunderschöne dreiteilige Maßwerkfenster, das Valentin Feuerstein entworfen hat, kommt so hinter dem Altar voll zur Geltung.
Bei den Renovierungsarbeiten in den Jahren 1974/75 wurden einige Fresken im Chorraum wieder freigelegt. Es handelt sich um drei einzelne Personendarstellungen, die sich in den Flächen zwischen den Kreuzrippen an der Decke befinden, Dargestellt sind zwei Apostel und eine Geiselsäule. Bei der rechten Figur handelt es sich um den Apostel Matthäus, dessen Hände wie zum Gebet gefaltet sind, Die mittlere Figur stellt den Apostel Johannes dar, der ein Buch unter dem linken Arm hält und den rechten Arm mit drei ausgestreckten Fingern wie zur Predigt emporhebt. Die linke Malerei ist am schlechtesten erhalten; zu erkennen ist ein Christuskopf und eine Geiselsäule, an die sicher Christus zur Geiselung gebunden war. Die Restaurierung in den Jahren 1987/88 galt dem Äußeren der Kirche.
Man nimmt an, dass während des 30-jährigen Krieges die Kirche zum Teil zerstört wurde - urkundliche Dokumente hierüber gibt es leider nicht. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts liegen nur spärliche Nachrichten über den Kirchenbau vor. 1788/89 wurde das 15 m lange und 9 m breite Langhaus um 5 m nach Westen verlängert. Damals erhielt das Langhaus auch die großen rundbogigen barocken Fenster und das Portal auf der Nordseite. Zudem wurde im Westen eine Empore eingebaut. Der heutige Dachstuhl stammt aus dem 18. Jahrhundert.
In der Neuzeit erfuhr dir Kirche drei größere Renovierungen. In den Jahren 1957/58 wurden die ornamentalen Malereien des 19. Jahrhunderts beseitigt und die Wand- und Deckenflächen hell gestrichen. Die Kanzel wurde entfernt und durch einen Ambo links vom Triumphbogen ersetzt, Eine Verständigung zwischen den beiden Konfessionen ermöglichte es, dass der hölzerne Altaraufbau (Hochaltar) wieder dem ursprünglichen Steinaltar den Platz räumte. Darauf wurde wieder der Kruzifixus, dessen 1,23 m hoher Korpus aus dem 16. Jahrhundert stammt, aufgestellt. Auch das wunderschöne dreiteilige Maßwerkfenster, das Valentin Feuerstein entworfen hat, kommt so hinter dem Altar voll zur Geltung.
Bei den Renovierungsarbeiten in den Jahren 1974/75 wurden einige Fresken im Chorraum wieder freigelegt. Es handelt sich um drei einzelne Personendarstellungen, die sich in den Flächen zwischen den Kreuzrippen an der Decke befinden, Dargestellt sind zwei Apostel und eine Geiselsäule. Bei der rechten Figur handelt es sich um den Apostel Matthäus, dessen Hände wie zum Gebet gefaltet sind, Die mittlere Figur stellt den Apostel Johannes dar, der ein Buch unter dem linken Arm hält und den rechten Arm mit drei ausgestreckten Fingern wie zur Predigt emporhebt. Die linke Malerei ist am schlechtesten erhalten; zu erkennen ist ein Christuskopf und eine Geiselsäule, an die sicher Christus zur Geiselung gebunden war. Die Restaurierung in den Jahren 1987/88 galt dem Äußeren der Kirche.
(Pfarrer i.R. Wilfried Rupp)

