Die Evangelische Kirche in Eichstetten
Mit Prinzipalien von Hubert Kaltenmark
Eichstetten ist ein Ort im Kaiserstuhl, der sich bewusst als Dorf versteht. Unter seinen 3.300 Einwohnern sind viele, die sich in Vereinen und Arbeitsgruppen engagieren. Das Dorf ist von jeher evangelisch geprägt, seit der Markgraf von Baden im Jahr 1556 zum evangelischen Glauben übertrat. Die Evangelische Kirche in Eichstetten wurde im Jahr 1865 auf den Resten einer älteren, wesentlich kleineren Kirche gebaut. Im Chorraum wurden in den Fundamenten Reste einer Doppel-Apsiden-Kirche von 1052 gefunden.
Die Kirche ist dreischiffig. Ihr großes Langhaus ist in neugotischem Stil erbaut. Bemerkenswert ist im Inneren die bemalte Kassettendecke mit den zehn Deckenmedaillons. Ursprünglich ging man davon aus, dass dort die zwölf Apostel dargestellt seien. Bei genauerer Betrachtung aber zeigt eines der mittleren Medaillons Christus in der Mandorla und mit Heiligenschein. Die anderen neun könnten dann Verkünder der Botschaft Gottes sein, alttestamentliche (Mose, Abraham, Jeremia) wie neutestamentliche (die Evangelisten). Bisher ist es nicht gelungen, den Auftrag für die Darstellungen aufzufinden. Auf der Rechnung des Malers stand nur pauschal: „Zehn Apostelköpfe à 10 Mark“.
Kanzel, Taufstein und der ursprüngliche Stein-Altar stammen aus dem Jahr 1865 und gehören zum neugotischen Ensemble der ursprünglichen Ausstattung. Sie bilden mit Empore, Orgel, Decke und den übrigen Prinzipalien eine harmonische Einheit. Die Kanzel befindet sich auf der rechten Seite und ist von der Sakristei zugänglich. Sie steht erhöht am Übergang zum Chorraum und ist mit schönen Schnitzwerken versehen. Auch der Baldachin ragt in die Höhe und weist mit seiner Kirchendach-ähnlichen Form nach oben auf Gott. Das darauf befindliche Kreuz bezeugt, dass hier das Evangelium Jesu Christi gepredigt wird. Der ursprüngliche Stein-Altar ist in neugotischem Stil gestaltet, passend zum übrigen Maßwerk. Die Seitenwand zeigt ein Kelch-Relief sowie Relief-Muster. Dieser Altar steht mittlerweile ganz hinten im Chorraum, direkt unterhalb der Glasfenster. Der Taufstein, der ebenso aus Stein ist, hat einen Deckel aus getriebenem Kupfer, in dem die Verheißung Jesu eingraviert ist: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,20)
Vom 20. Juni 2010 bis 20. Januar 2012 wurde die Evangelische Kirche in Eichstetten renoviert. Die denkmalgeschützte Schaefer-Orgel von 1866 war in dieser Zeit zu großen Teilen ausgebaut und wurde durch die Orgelbau-Firma Späth in Hugstetten restauriert. Kirche und Orgel wurden am 22. Januar 2012 in einem festlichen Gottesdienst wieder eingeweiht.
Für den mit der Renovierung etwas nach vorne gezogenen Chorraum wurden die Prinzipalien in einem Künstlerwettbewerb ausgeschrieben: Hubert Kaltenmark, ein Tettnanger Schreiner und Künstler, gestaltete den neuen Altar aus Lindenholz in einer Balance aus der Schwere, die seiner Bedeutung zukommt, und der Leichtigkeit, die der Geist Gottes mitunter begründet. Ein Weizenfeld diente ihm als Anschauungsobjekt für diese Ausgewogenheit: Von weitem sieht es aus wie eine feste, starke Einheit, doch von näherem betrachtet besteht es aus lauter einzelnen Halmen, die je unterschiedlich sich bewegen und doch zusammen dieses starke Ganze ergeben. In Anlehnung daran sind die Füße gestaltet, auf denen die Altarplatte liegt. Gleichzeitig sind sie Sinnbild für die Gemeinde: Viele einzelne, völlig unterschiedliche Personen tragen das Leben der Gemeinde und bilden gemeinsam die Kirche Jesu Christi. Ambo und frei stehendes Kreuz sind zum Altar passend geformt, wobei das Lesepult mit seinen drei Säulen betont, dass das Evangelium den dreieinigen Gott offenbart.
Kanzel, Taufstein und der ursprüngliche Stein-Altar stammen aus dem Jahr 1865 und gehören zum neugotischen Ensemble der ursprünglichen Ausstattung. Sie bilden mit Empore, Orgel, Decke und den übrigen Prinzipalien eine harmonische Einheit. Die Kanzel befindet sich auf der rechten Seite und ist von der Sakristei zugänglich. Sie steht erhöht am Übergang zum Chorraum und ist mit schönen Schnitzwerken versehen. Auch der Baldachin ragt in die Höhe und weist mit seiner Kirchendach-ähnlichen Form nach oben auf Gott. Das darauf befindliche Kreuz bezeugt, dass hier das Evangelium Jesu Christi gepredigt wird. Der ursprüngliche Stein-Altar ist in neugotischem Stil gestaltet, passend zum übrigen Maßwerk. Die Seitenwand zeigt ein Kelch-Relief sowie Relief-Muster. Dieser Altar steht mittlerweile ganz hinten im Chorraum, direkt unterhalb der Glasfenster. Der Taufstein, der ebenso aus Stein ist, hat einen Deckel aus getriebenem Kupfer, in dem die Verheißung Jesu eingraviert ist: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,20)
Vom 20. Juni 2010 bis 20. Januar 2012 wurde die Evangelische Kirche in Eichstetten renoviert. Die denkmalgeschützte Schaefer-Orgel von 1866 war in dieser Zeit zu großen Teilen ausgebaut und wurde durch die Orgelbau-Firma Späth in Hugstetten restauriert. Kirche und Orgel wurden am 22. Januar 2012 in einem festlichen Gottesdienst wieder eingeweiht.
Für den mit der Renovierung etwas nach vorne gezogenen Chorraum wurden die Prinzipalien in einem Künstlerwettbewerb ausgeschrieben: Hubert Kaltenmark, ein Tettnanger Schreiner und Künstler, gestaltete den neuen Altar aus Lindenholz in einer Balance aus der Schwere, die seiner Bedeutung zukommt, und der Leichtigkeit, die der Geist Gottes mitunter begründet. Ein Weizenfeld diente ihm als Anschauungsobjekt für diese Ausgewogenheit: Von weitem sieht es aus wie eine feste, starke Einheit, doch von näherem betrachtet besteht es aus lauter einzelnen Halmen, die je unterschiedlich sich bewegen und doch zusammen dieses starke Ganze ergeben. In Anlehnung daran sind die Füße gestaltet, auf denen die Altarplatte liegt. Gleichzeitig sind sie Sinnbild für die Gemeinde: Viele einzelne, völlig unterschiedliche Personen tragen das Leben der Gemeinde und bilden gemeinsam die Kirche Jesu Christi. Ambo und frei stehendes Kreuz sind zum Altar passend geformt, wobei das Lesepult mit seinen drei Säulen betont, dass das Evangelium den dreieinigen Gott offenbart.


