Die Johanneskirche in Bad Dürrheim

National und international anerkannte Architektur

Bis es zum Neubau der Johanneskirche kommen konnte, war ein mehrjähriges hartes Ringen in der Bad Dürrheimer Bevölkerung um den festgelegten Standort am Rande des Kapfwaldes vorangegangen. Ein Architektenwettbewerb wurde ausgeschrieben und durch Prof. Dr. Horst Linde gewonnen. Sein Entwurf war der Topographie, dem Wald, der Landschaft angepasst und untergeordnet. Am 11.06.1961 konnte die Johanneskirche durch Landesbischof Dr. Julius Bender eingeweiht werden.

Bis heute wird die Johanneskirche mit ihrer national und international anerkannten Architektur und ihrem Kurseelsorgezentrum außerordentlich geschätzt. Der Name der Kirche erinnert an die ehemaligen Besitzer des Geländes, die Johanniter. Der geistige Nährboden dieser Ordensbrüder war das Leben des Apostels Johannes. Es ist daher verständlich, dass die Architektur des Gotteshauses von zentraler Aussage des Johannes-Evangeliums zeugt. Der eigenartige Turm neben der Kirche steht für die nach oben gestreckte Hand des nach Gott rufenden Menschen.

Kirchenfenster

Einzigartig ist die Symbolsprache des von Prof. Georg Meistermann entworfenen großen Chorfensters. In die Begrenzung und Vergänglichkeit des irdischen Lebens der Menschen greift Gottes Hand, und sie ist ihnen Schutz und Halt (Psalm 91). Das Kreuz Jesu bildet die Gnaden- und Friedensbrücke; über sie ist uns Gott nahe. Die herabfallenden Tropfen sind Sinnbild für den heiligen Geist, durch den Gott bleibende Gemeinschaft mit den Menschen eingeht und sie um Jesus Christus willen in seiner Allmacht und Liebe geborgen sein lässt.
 
Dieses, den ganzen gottesdienstlichen Raum beherrschende Bildfenster, kennzeichnet die Dreifaltigkeit (Trinitatis) und ist eine optische Predigt über das Zeugnis Jesu: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Lebens! Niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ (Johannes 14,6). Zugleich ist es eine bildliche Darstellung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses (Credo). Durch das Chorfenster ist die Natur (Kapfwald) in den Gottesdienstraum einbezogen. Das Anliegen des Künstlers: „Als Geschöpf Gottes ist der Gläubige von der Schöpfung Gottes umringt und durchdrungen und für sie verantwortlich. Die Verantwortung kann nur durch das bewusst gelebte“Credo“ wahrgenommen werden.“

Auch an die Kinder dachte Architekt Prof. Dr. Linde. Sie sollen ihre eigene Meditationsstelle im Gotteshaus haben. Auf ihrer Augenhöhe ließ er vier kleine Fenster in die Mauer einfügen, und er beauftragte Prof. G. Meistermann, die Bilder zu entwerfen, die markant Wesen und Auftrag Jesu verdeutlichen. Die Wahl fiel auf die Aussagen des Gottessohnes:
Ich bin das Brot des Lebens (Johannes 6,35)
Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben (Johannes 15,11)
Ich bin das Licht der Welt (Johannes 8,12
Ich bin die Auferstehung und das Leben (Johannes 11,25)
 
 
 
 
 

Ihr Weg zur Kirche

 
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Johanniterweg 13
78073 Bad Dürrheim