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Konfirmation

Häufige Fragen zur Konfirmation

Was passiert in der Konfizeit?

Die Konfizeit bietet die Möglichkeit, auf Entdeckungsreise zu gehen, um nach Antworten auf wichtige Fragen des Lebens und Glaubens zu suchen. Dazu gehören Fragen wie: Gibt es Gott überhaupt und wie kann ich ihn spüren? Was kommt nach dem Tod? Wie kann mir der Glaube im Alltag helfen? Muss ich glauben, was in der Bibel steht? Dies passiert in Gemeinschaft mit anderen Jugendlichen und auf kreative Weise. Dabei kommt auch der Spaß nicht zu kurz und es wird vermutlich eine Konfifreizeit geben oder Ausflüge, Events, Spiele, …

Gibt es Konfirmationsprüfungen?

In vielen Gemeinden werden ein paar wichtige Texte des christlichen Glaubens wie das Vaterunser oder das Glaubensbekenntnis auswendig gelernt und auch abgefragt. Aber eine Prüfung, wie man sie aus Erzählungen von „früher“ kennt, gibt es nicht mehr. Vielmehr gestalten Konfis in den meisten Gemeinden einen Gottesdienst, in dem sie ihre eigenen Gedanken über diese Texte oder andere Themen auf ganz unterschiedliche Weise zum Ausdruck bringen. Dieser Gottesdienst wird meist „Vorstellungsgottesdienst“ genannt.

Muss ich während meiner Konfizeit zum Gottesdienst gehen?

Gottesdienstbesuche gehören in vielen Gemeinden zum Konfijahr dazu. Aber neben den Gottesdiensten am Sonntagmorgen gibt es auch ganz unterschiedliche Formen: Jugendgottesdienste, Hochzeiten, Abendgottesdienste, … Sprecht mit den Verantwortlichen ab, wann sie sind und besucht sie einmal oder gestaltet euren eigenen Konfigottesdienst.
 
Oft wird in den Sonntagsgottesdiensten gezeigt, was ihr in der Konfiarbeit gemacht habt. Und: Ihr dürft Gottesdienste mitgestalten. Fragt gerne bei Eurem Pfarrer / Eurer Pfarrerin nach und probiert aus, wie es z.B. ist, einen Text zu lesen, die Glocken anzustellen, die Leute zu begrüßen, Lieder auszusuchen …

Ist die Teilnahme an der Konfifreizeit oder am Konficamp Pflicht?

Die Konfifreizeit oder ein Konficamp sind für die meisten Konfis der unbestrittene Höhepunkt der Konfizeit und mit viel Spaß, Gemeinschaftsgefühl und Action verbunden. Aber natürlich gibt es immer wichtige Gründe, die eine Teilnahme nicht möglich machen. Diese Gründe solltest du so früh wie möglich (am besten gleich zu Beginn der Konfizeit) mit den Verantwortlichen in deiner Konfigruppe besprechen.

Kann ich für meine Konfizeit die Gemeinde wechseln?

Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich. Dazu solltest du gemeinsam mit einem Elternteil das Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer der Gemeinde suchen, in die du wechseln möchtest. Oft arbeiten Gemeinden in der Konfizeit zusammen auch und machen gemeinsame Projekte oder Konficamps.

In welchem Alter kann ich mein Kind zur Konfizeit anmelden?

In Baden-Württemberg finden die Konfiarbeit und das Fest der Konfirmation in der Regel in der 8. Klasse statt. Einige Gemeinden ergänzen die Konfizeit um ein Angebot in der 3. Klasse (Konfi 3).

Wo melde ich mein Kind für die Konfizeit an?

Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an das Pfarramt der evangelischen Kirchengemeinde in ihrer Nähe oder Ihrem Ort. Dort hilft man Ihnen gerne weiter. Sofern ihr Kind getauft ist, werden Sie in der Regel auch direkt angeschrieben.

Ist die Konfirmation in einer anderen Kirchengemeinde möglich?

Grundsätzlich können Jugendliche auch in einer anderen Kirchengemeinde konfirmiert werden. Gerade wenn die Nachbargemeinde einen anderen Unterrichtsrhythmus hat, hilft das manchmal bei Terminkoordination. Allerdings sollten Sie frühzeitig das Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer dieser Gemeinde suchen und klären, ob die Teilnahme an der Konfiarbeit aus Kapazitätsgründen möglich ist. Viele Gemeinden arbeiten in der Konfiarbeit auch regional zusammen.

Wir sind nicht in der (evangelischen) Kirche. Kann unser Kind trotzdem konfirmiert werden?

Die Konfirmation ist unabhängig von der Zugehörigkeit der Eltern zur evangelischen Kirche. Wichtig ist es dennoch für ihr Kind, dass Sie es in der Konfizeit unterstützen und bestärken, dass es die Angebote in vollem Umfang erleben und eine eigene Entscheidung treffen kann.

Mein Kind ist nicht getauft. Kann es trotzdem konfirmiert werden?

Grundsätzlich kann jede und jeder Jugendliche in der 8. Klasse an der Konfiarbeit teilnehmen. Das Fest der Konfirmation setzt allerdings die Taufe des Kindes voraus. Sie ist vom Sinn her ein „Ja“ zur eigenen Taufe, in der sich Gottes liebende Zuwendung und Nähe zeigt. Während der Konfizeit kann ihr Kind überlegen und frei entscheiden, ob es getauft und konfirmiert werden möchte. Ansonsten bekommt es von der Kirchengemeinde eine Bescheinigung, dass es an der Konfiarbeit teilgenommen hat, falls es sich später dazu entscheidet.

Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe?

Die Mitgliedschaft in der Kirche wird durch die Taufe begründet. Die Konfirmation ist freiwillig. Sie wird aber beispielsweise vorausgesetzt, um Patin oder Pate zu werden. Die Konfizeit möchte den jungen Menschen helfen, in Gemeinschaft mit Gleichaltrigen elementare Fragen des Lebens und Glaubens für sich selbst zu klären. Dazu gehört auch die Frage, was die eigene Taufe für sie bedeutet.

Was kostet die Konfizeit und Konfirmation?

Gute und kreative Konfiarbeit, Freizeiten und Material kosten Geld. Viele Gemeinden erheben deshalb einen Kostenbeitrag. Dennoch tragen die meisten Gemeinden den Großteil der Kosten. Wie hoch der Eigenanteil ist, schwankt, weil die Angebotsformen sehr unterschiedlich sind. Grundsätzlich gilt: Aus Geldgründen soll ihr Kind nicht auf die Konfizeit und Konfirmation verzichten müssen! Wenn der Eigenbeitrag Ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigt, suchen sie das vertrauliche Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer. In der Regel finden sich gute Lösungen. Auch das Konfirmationsfest muss keinen großen und teuren Rahmen haben. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Muss mein Kind am Religionsunterricht teilnehmen, wenn es konfirmiert wird?

Religionsunterricht ist ein Pflichtfach wie Mathe oder Sport an den Schulen. Eine Abmeldung ist nur aus „Glaubens- und Gewissensgründen“ möglich. Diese steht im inneren Widerspruch zur Konfirmation. Sie möchte ja die jungen Menschen ermutigen, positiv an ihre Taufe anzuknüpfen und eigene Schritte im Glauben und Vertrauen zu Gott zu gehen.

Endet das Patenamt mit der Konfirmation?

Ein Sinn des Patenamtes ist es, die Kinder in Glaubensfragen zu unterstützen, ihnen Vorbilder und Ansprechpartner zu sein. Deshalb endet das Patenamt offiziell mit der Konfirmation, denn die Jugendlichen haben vieles durchdacht und können für sich selbst entscheiden. Sie dürfen auch selbst Patin oder Pate werden. Aber es steht nichts im Wege, auch über die Konfirmation hinaus eine persönliche und enge Beziehung zu pflegen und jemand als Patenkind oder Patin oder Paten zu bezeichnen.

Ist eine Konfirmation auch als Erwachsene*r möglich?

Die Konfirmation wird aus historischen Gründen in der Altersstufe durchgeführt. Aber sie ist natürlich auch jederzeit später in einem individuellen Rahmen möglich. Setzen Sie sich dazu gerne mit dem evangelischen Pfarramt Ihrer Kirchengemeinde in Verbindung.
 
Weitere Infos zur Konfirmation und Konfizeit findet man auf der Website der Kirchengemeinde vor Ort und unter www.konfiweb.de.