Landesbischöfin Heike Springhart weiht neue Kapelle im Europapark ein
Impulsvortrag mit dem Titel „Die Zukunft liegt in dem, was war …!“ zum Muschel-Jubiläum
Rust/Karlsruhe, (29.06.2026). Im Europa-Park Rust ist am vergangenen Samstag die neue Western-Kapelle „San Antonio“ im Themenbereich Silver Lake City feierlich eingeweiht und gesegnet worden. Heike Springhart, Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, und Thomas Dietrich vom Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg gestalteten gemeinsam die ökumenische Segnung. Gastgeber Roland Mack begrüßte die geladenen Gäste im Namen der Inhaberfamilie.
Die Kapelle versteht sich als Ort der Stille, des Innehaltens und des Segens mitten im lebendigen Parkgeschehen. In ihrer Predigt hob Landesbischöfin Springhart die besondere Bedeutung eines solchen Ortes hervor: „Hier, in dieser ganz besonderen Oase im Herzen von Silver Lake City, gibt es einen Ort für die heilsame Unterbrechung im Getriebe des Alltags und im Gewusel eines Europaparktags.“
Die Kapelle steht unter dem Leitwort aus Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln.“ Dieser Zuspruch nehme die Sehnsucht vieler Menschen auf und vermittle: „Es ist genug. Du bist genug.“ Das Bild des guten Hirten, der sich jedem einzelnen Menschen zuwendet und niemanden verloren gehen lässt, präge den Charakter der Kapelle. Sie biete Raum für persönliche Einkehr ebenso wie für kirchliche Feiern und Begegnungen.
Mit der „San Antonio“-Kapelle gewinnt der Europa-Park einen weiteren spirituellen Ort. Er wird begleitet durch die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen von „Kirche im Europa-Park“, die Besucherinnen und Besuchern mit offenen Ohren und Gesprächsangeboten zur Seite stehen.
Am Sonntag war Landesbischöfin Heike Springhart mit einem Impulsvortrag zu Gast bei der Jubiläumsveranstaltung von „Muschel in Europa“. Seit 20 Jahren gehört die „Muschel“ als Pilgerformat zur kirchlichen Arbeit im Europa-Park Rust. Unter dem Titel „Die Zukunft liegt in dem, was war …!“ bezeichnete Springhart das Pilgern als Gegenmodell zur Beschleunigungsgesellschaft.
In einer Welt von „höher – schneller – weiter“ setze das Pilgern einen bewussten Gegenrhythmus. „Pilgern hat gerade durch die Bewegung auf dem Weg etwas damit zu tun, dass Menschen in sich ruhen. Wer pilgert, setzt sich aus. Dem, was aus dem Himmel kommt. Das kann dann auch gelegentlich heißen, dass geplante Wege nicht gegangen werden können - so wie gestern. Die glühende Hitze hat es unmöglich gemacht.“
Menschliches Leben bleibe grundsätzlich offen, unsicher und suchend. Pilgern greife diese existenzielle Erfahrung auf und mache sie produktiv. „Wer eine Jakobsmuschel sieht, denkt an Wege. An Aufbruch. An Staub auf den Schuhen. An Menschen, die sich aufmachen, obwohl sie nicht genau wissen, was sie am Ende finden werden. Im Zeichen der Jakobsmuschel machen Menschen sich aus freien Stücken und mit offenen Herzen auf Pilgerwege – zu sich, zu Gott“, so Springhart.
Lesen Sie hier den Impulsvortrag mit dem Titel „Die Zukunft liegt in dem, was war …!“ in ganzer Länge.
