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Nachrichten

Lesen Sie hier aktuelle Informationen für die Umweltarbeit in unseren Kirchen- und Pfarrgemeinden und darüber hinaus  Schulungskalender.
  
Plant eure Beteiligung: Am 21. März geht’s los
Zeigen Sie uns Ihr bestes Bild für die ekiba-Infothek! 
Ein Jahr im Naturgarten – Kostenfreie Online-Vorträge
Ekiba ist Projektpartnerin: Kirchengemeinden und Bausachverständige profitieren von NABU Expertise
Wandkalender Schöpfungszeit 2026 ist da. 
Ein kleiner Segen für unterwegs kann Großes bewirken.
Feiern Sie mit uns in Eichstetten am Kaiserstuhl
Feiern Sie mit uns in der Stiftskirche in Bretten!
Millionen von Menschen weltweit räumen auf – sei dabei!
Förderprogramme und Hilfen der Evangelischen Landeskirche in Baden
Neues Jugendprojekt „Hands on Nature“ startet
  
"Wenn die Kirche in Politik und Gesellschaft eintritt für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, so muss sie dies in ihrem eigenen Verantwortungsbereich selbst umsetzen, um in ihrem Zeugnis glaubwürdig zu sein. Die Bemühungen um Klimaschutz sind Teil des christlichen Verkündigungsauftrags und kommen zu diesem nicht sekundär dazu.“
Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin, Biblisch-theologische Gedanken zum Klimaschutz, 2020
 
 
  

In ihren „Ökologischen Leitlinien“ hat die Evangelische Landeskirche in Baden bereits 2003 Umwelt- und Klimaschutz als ihre Kernaufgaben festgeschrieben. Sie wurden zu den Leitlinien zur Verantwortung für die Schöpfung weiter entwickelt, die im April 2023 durch die Landessynode, dem höchsten Entscheidungsgremium der Landeskirche, verabschiedet wurden. Die Leitlinien bekräftigen die Verantwortung der Kirche, global gerecht, ökologisch und sozial nachhaltig zu handeln, die Natur und kommende Generationen zu schützen, Klimaneutralität anzustreben und dies als solidarische, lernende Gemeinschaft umzusetzen.
 
 
  

Wann, wenn nicht jetzt, gestalten wir als Christen den Wandel in unseren Häusern? Wir nehmen unsere Verantwortung für die Schöpfung wahr und sehen in den Umbrüchen die Chancen zur Neuausrichtung.
 
Der Fragen-und-Antworten-Katalog "Auf dem Weg zur klimaneutralen Landeskirche: Fragen und Antworten" möchte Sie mitnehmen auf die Route zur klimaneutralen Landeskirche 2040.
 

Klimaschutzgesetz – was wurde beschlossen?

Die ekiba will bis 2040 klimaneutral werden. Das bedeutet, dass sie bis 2040 ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 95 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2005 senken will.  Das "Kirchliche Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in der Evang. Landeskirche in Baden" gilt für die Handlungsfelder Gebäude, Mobilität und Beschaffung. Es regelt die wesentlichen Kriterien, Überprüfungsmechanismen und Zuständigkeiten, um das Klimaschutzziel erreichen zu können und trat zum 1. Juli 2023 in Kraft.
 
Die Förderrichtlinie Klima regelt die Inhalte und Kriterien zur Förderung von Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität nach dem Klimaschutzgesetz. Alle vier Jahre wird überprüft, ob die Zwischenziele auf dem Weg zur Klimaneutralität erreicht wurden. Die Kirchengemeinden und Kirchlichen Einrichtungen werden von der Landeskirche unterstützt, die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen.
 
Grundsätzlich sollen kirchliche Gebäude nicht mehr mit fossiler Energie beheizt und so gedämmt, saniert oder genutzt werden, dass ihr Energiebedarf im Schnitt um die Hälfte sinkt. Bei Kirchen setzt die Landeskirche künftig vermehrt auf körpernahe Heizungen wie Sitzbankauflagen. Im Verbund mit dem ökumenischen kirchlichen Energieversorger „KSE Energie“ entwickelt die Landeskirche ein Angebot für die Gemeinden, um jedes dafür geeignete Dach mit einer Photovoltaikanlage auszustatten. Auch das Thema „nachhaltige Mobilität“ sowie die Beschaffung ökologischer und fair gehandelter Produkte und die Gemeinschaftsverpflegung z.B. in Einrichtungen und Kantinen gehören zum Maßnahmenkatalog. Letztere soll künftig saisonaler, regionaler und fleischärmer ausgerichtet sein.
 
 
 
 

Was können kirchliche Klimaschutzgesetze und Richtlinien überhaupt leisten ?

 
Vor allem setzt ein Klimaschutzgesetz bzw. die daraus resultierenden Richtlinien einen rechtlich bindenden Rahmen und erhöht so die Verbindlichkeit, für die Mindeststandards im Klimaschutzhandeln. Sie geben dem Klimaschutz einen höheren Stellenwert in den Kirchen. Darüber hinaus dienen solche Regelungen der Vereinheitlichung der Rahmenbedingungen und dem Setzen von Standards bei der Berichterstattung. Sie sichern damit die Planbarkeit der notwendigen Maßnahmen und ermöglichen so einen verlässlichen Zielpfad zur Erreichung der Treibhausgasneutralität.
 

Klimaschutz in der EKD

 
Die Klimaschutzrichtlinie der EKD soll den Gliedkirchen eine bindende Orientierung geben hinsichtlich eines gemeinsamen Zieljahres und empfiehlt einheitliche Bilanzierungsstandards. Damit setzt die EKD einen gemeinsamen Rahmen für mehr Verbindlichkeit und mehr Ambitionen im Klimaschutzhandeln. Ein wichtiges Ziel dabei ist die Minderung der Treibhausgasemissionen zum Schutz des Klimas und die Erreichung der Netto-Treibhausgas-Neutralität in der EKD bis 2045. Die Richtlinie findet Anwendung auf dem Gebiet der EKD und bezieht sich auf die Sektoren Gebäude, Mobilität, Beschaffung, Bildung und Kommunikation. Die Erhebung der Daten zur Treibhausgas-Emission erfolgt ab 1.1.2024 jährlich, die Evaluation durch den EKD Rat erfolgt ab 2025 im zweijährigen Rhythmus. Die Richtlinie trat am 1.10.2022 in Kraft. Die Roadmap gibt konkrete Hinweise zu den Zielpfaden und Zwischenzielen.

Die   Klimaschutzrichtlinie der EKD finden Sie hier.
  

Das BUE wertet die Verbrauchsdaten von Heizenergie und Strom aller Gebäude der Landeskirche aus, berechnet die Treibhausgas-Emissionen und stellt diese in einer Klimabilanz zusammen. Dies erlaubt eine verlässliche Aussage darüber, ob die Energieverbräuche und CO2-Emissionen sinken, wie es im Klimaschutzgesetz der Landeskirche vorgesehen ist.
 
Den aktuellen Klima- und Energiebericht 2024 finden Sie hier sowie unter "Materialien":
 
Für Ihren Kirchenbezirk können Ihnen alle Daten (potenzielle Kosten, CO2-Einsparung, Entwicklung der Energieverbräuche etc.) individualisiert in einem Klimasteckbrief zur Verfügung gestellt werden. Sprechen Sie Ihr zuständiges Dekanat oder Verwaltungsamt an, um Ihren Klimasteckbrief zu erhalten. 
Die individualisierten Klimasteckbriefe können allen Kirchenbezirken und Kirchengemeinden als zusätzliches Hilfsmittel dienen, um ihre Klimabilanz und die der gesamten Landeskirche zu verbessern.

Ansprechpartner

  

Ulrich Klein

Grüner Gockel, Energiemission, Heizungsoptimierung und Avanti
  

In der Kirche arbeiten und engagieren sich viele Menschen und bewegen sich dabei von A nach B. Pfarrer und Pfarrerinnen müssen mobil sein, um die Gemeindemitglieder seelsorgerisch begleiten zu können. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker haben vielfältige Einsatzorte – meist nicht fußläufig erreichbar. Auch Ehrenamtliche, die sich z. B. im Besuchsdienst ihrer Gemeinde einbringen, sind viel unterwegs. Oft müssen auch die Gottesdienstbesucherinnen und –besucher längere Wege zurücklegen, um zur Kirche zu gelangen. Mobilität ist aus dem kirchlichen Alltag nicht wegzudenken. Aber wie kann sie nachhaltiger werden? In unserer Landeskirche ist dies eine wichtige Fragestellung. Deshalb beteiligen wir uns im Netzwerk Mobilität und Kirche und möchten im Austausch mit anderen Landeskirchen und Diözesen die kirchliche Mobilität nachhaltiger gestalten. 
 
 
  

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen den starken Rückgang heimischer Insekten- und Vogelarten. Durch gezielte Maßnahmen können sich die Bestände wieder erholen. Werden abwechslungsreiche Lebensräume geschaffen oder erhalten, fördert dies die Artenvielfalt. Beispielsweise brauchen verschiedene Vogelarten nicht nur einen Baum zum Nisten, sondern kleinteilige, vielfältige Landschaften. Die Größe der Ackerfelder, die Vielfalt der Feldfrüchte und der Anteil an Feldgehölzen sowie Hecken sind wichtige Stellschrauben. So können Sie auch ihren Kirchgarten abwechslungsreich gestalten, mit Sträuchern, alten Bäumen, liegendem totem Holz und Wasserstellen. Dabei sollten Sie beim Gärtnern immer auf Pestizide, Mineraldünger, häufiges mähen und torfhaltige Erde verzichten.
Erste Anregungen finden Sie in unserem Merkblatt Biodiversitätsmaßnahmen:
 Viele Tipps und Ideen zum eigenen Handeln können Sie in der Broschüre Biologische Vielfalt in Kommunen fördern, Erfahrungen und Tipps aus dem Projekt „Natur nah dran“ nachlesen und für Ihre örtlichen Gegebenheiten anpassen.
Welche Förderprogramme gibt es?
Die badische Landeskirche fördert Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt im Rahmen der Förderrichtlinie Klima. Das kann die Erstellung von Fachgutachten sein, die Errichtung bzw. das Monitoring von Nistplätzen sowie weitere Maßnahmen zum Artenschutz und Erhöhung der biologischen Vielfalt. Informieren Sie sich hier  über das Förderprogramm.
 
Weitere Fördergeber: 
Sie möchten die Artenvielfalt auf Ihren kirchlichen Flächen oder zuhause erhöhen? Dann empfehlen wir Ihnen das Programm "Natur nah dran". Dies ist ein Kooperationsprojekt des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM). Es werden 15 Städte und Gemeinden dabei unterstützt, einen Teil ihrer Grünflächen insektenfreundlich umzugestalten. Seit 2016 haben sich bereits rund ein Viertel der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg beworben. Bis 2027 werden jährlich 15 Städte und Gemeinden gefördert.
www.naturnahdran.de 
 Bei der Stiftung Naturschutzfonds können sich Kirchengemeinden um einen Zuschuss für geplanten Naturschutzprojekte bewerben. Anträge auf Projektförderungen können ab sofort eingereicht werden. Bei Antragstellung bis spätestens 1. Juli 2024 kann eine Förderentscheidung durch den Stiftungsrat im November 2024 in Aussicht gestellt werden. Mehr Informationen zur Förderung.
Auch bei der KFW haben sie die Möglichkeit Fördermittel zu beantragen. Mit „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen (444) | KfW“ möchte das Programm die Artenvielfalt in Siedlungsbereichen fördern. Gezahlt wird ein Zuschuss in Höhe von 80 % bis 90 % der Kosten. Informationen und Beantragung.
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV Stiftung) fördert ebenfalls gute Ideen und Aktivitäten, die helfen die Natur zu schützen, etwa Biotop- und Artenschutzmaßnahmen, Umweltbildungsprojekte und weitere konkrete Maßnahmen. Bevorzugt werden Vereine und Gruppen die sich ehrenamtlich engagieren.
Die Aufgabe, Verbundsflächen zwischen Lebensräumen zu schaffen läuft unter dem Programm: "Biotopverbund - Netzwerk der Natur". Damit zielt die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) darauf ab, die biologische Vielfalt durch die Vernetzung von Lebensräumen zu sichern. Dieser Verbund ermöglicht Tieren und Pflanzen, sich zwischen verschiedenen Biotopen zu bewegen und sich genetisch auszutauschen, was für ihr Überleben essenziell ist. Das Programm fördert den Erhalt und die Schaffung vernetzter Lebensräume, um die Artenvielfalt langfristig zu schützen. Ein Erklärvideo finden sie hier (Eine Brücke für Tiere - der Biotopverbund (youtube.com)). 
 
Wo finden Sie Materialien?
Arbeitshilfen, Do it yourself-Angebote, Ansprechstellen und Förderprogramme zum Themenfeld Biodiversität finden Sie hier.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

  

Ulrike Nell

Referentin Kommunikation und Biodiversität
 
 
Das Büro für Umwelt und Energie bietet Schulungen zu "Artenvielfalt fördern" an. Die Termine finden Sie hier. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung!

Aktionstage

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg veranstaltet jährlich den Tag der Artenvielfalt. Hier finden Sie weitere Infos.
 
  

Die Erzdiözese Freiburg und die Evangelische Landeskirche in Baden vertiefen Ihre gemeinsamen Anstrengungen beim Klima- und Umweltschutz. Unter der Begleitung der wissenschaftlichen Institute ifeu (Heidelberg) und Öko-Institut (Freiburg) entwickelten sie gemeinsam ihre Klimaschutzkonzepte weiter.

Chronik

2003 Die Landeskirche verabschiedet die Ökologischen Leitlinien für die Ev. Landeskirche in Baden.
2004 Einrichtung der Geschäftsstelle Umweltmanagement Grüner Gockel
2007 Start Energiecheck Sparflamme.
2009 Die Landessynode beschließt das Klimaschutzkonzept 2011-2020 und bewilligt den Finanzierungsplan für die erste 5-Jahres-Phase.
2010 Erweiterung zum Büro für Umwelt und Energie. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau finanziert dauerhaft zwei Stellen.
2011 Start Klimaschutzkonzept 2011-2020, gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.
2013 Die Landessynode bewilligt das Projekt "Hydraulischer Abgleich und Pumpentausch" 2015-2016. Die Klimaschutzinitiative verlängert die Förderung des Klimaschutzkonzepts um zwei Jahre bis 2015.
2015 Die Landessynode bewilligt die zweite Phase des Klimaschutzkonzepts 2016-2020.
2016 Start des CO2-Minderungsprogramms und des Energiemanagements Energiemission. (2025 ausgelaufen)
2017 Beteiligung an der Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.
2018 Start der ökumenischen Kooperation wir kaufen anders.
2020
Das Ziel des Klimaschutzkonzepts, einer Einsparung von 40 % CO2 bis 2020 im Vergleich zu den Basisjahren 2003 - 2007, wurde mit  38,2 % CO2-Einsparung nahezu erreicht. (Stand der Daten: März 2024, mit hälftiger Methode)
2021 Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) und das Öko-Institut Freiburg legen eine Untersuchung für eine klimaneutrale Landeskirche vor.
   
2022 Die Landessynode stimmt dafür, bis 2040 klimaneutral zu werden und befürwortet entsprechende Arbeitsschritte im Hinblick auf rechtliche Rahmensetzungen und Umsetzung von Maßnahmen.
2023 Die Landessynode verabschiedet die Leitlinien zur Verantwortung für die Schöpfung, die eine Neufassung der Ökologischen Leitlinien von 2003 sind.
2023 Die Landessynode verabschiedet das „Kirchliches Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in der Evangelischen Landeskirche in Baden“ (Klimaschutzgesetz – KlSchG).
 
 
  

Frieden und Gerechtigkeit gehen immer mit Umwelt- und Klimaschutz Hand in Hand. Deshalb ist es wichtig, sich innerhalb und außerhalb der Landeskirche zu vernetzen, um diese gemeinsamen Anliegen voranzubringen. 
 
Die Landeskirche ist Mitglied in der Klima-Allianz Deutschland und das Büro für Umwelt und Energie engagiert sich im bundesweiten ökumenischen Netzwerk „Eine Erde“. Die vier großen Kirchen Baden-Württembergs entwickeln im Ökumenischen Bündnis für Klimagerechtigkeit gemeinsame Positionen.
 
In der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten haben sich die einzelnen Verantwortlichen für Umweltschutz in den evangelischen Gliedkirchen der EKD zusammengeschlossen. Und das Büro für Umwelt und Energie kooperiert intensiv mit seinen Kolleginnen und Kollegen der Stabsstelle Schöpfung und Umwelt der Erzdiözese Freiburg.

Wenn Sie mehr wissen möchten:

  

Informieren Sie sich hier über die Angebote des Kirchlichen Dienstes auf dem Land (KDL), dem Fachdienst der Landeskirche in der Landwirtschaft und für den Ländlichen Raum.