Auffallend intensiv beschäftigen sich alle großen Religionen in ihren Schriften mit der Liebe und der erotischen Lust. Sie berichten von Liebesschwüren, untreuen Ehepartner*innen, liebevollen Beziehungen, homoerotischen Beziehungen, aber auch von sexualisierter Gewalt.
Welche Liebes- und Lebenskonzepte finden sich in den Religionen? Wie werden Geschlechterbeziehungen definiert? Damit beschäftigt sich die 12. Interreligiöse Frauentagung "meinliebesleben. Von Liebe und Erotik in den Religionen" vom 22.-24. Februar 2019 in Bad Herrenalb (Dobler Str. 51). Die Tagung ist eine "interreligiöse Reise zu Glaube, Liebe und Leidenschaft", schreiben Kirchenrätin Anke Ruth-Klumbies, Leiterin der Geschäftsstelle Evangelische Frauen in Baden, und Dr. Claudia Fuchs-von Brachel, Stellvertretende Leiterin Referat Frauen-Männer-Gender im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg, einleitend im Programm.
Auf der Tagung der Evangelischen Akademie Baden in Kooperation mit dem Interreligiösen Frauennetz in Baden sprechen u.a.: die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Christina von Braun (Humboldt-Universität zu Berlin) über "Die Liebe – ein kulturelles Phänomen". "Liebe und Erotik in jüdischer Literatur" ist Thema des Beitrags der Literaturwissenschaftlerin PD. Dr. Eva Lezzi vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (Berlin). Mit Liebe und Erotik in muslimischer Perspektive setzt sich die Islamische Theologin und Imamin Rabeya Müller (Köln) auseinander.
Darüber hinaus werden Gesprächsforen angeboten zu den Themen "Erotik und Gebet. Eine erotische Spiritualität", "Let’s talk about sex. Sexualität in der Beratung", "Sexualpädagogik in interkulturellen Gruppen" sowie "Liebe und das orthodoxe Judentum".
Die Tagung endet mit Beiträgen der Ökumenereferentin Dr. Urte Bejick (Karlsruhe) "Eine Flamme Gottes …Erotik, Liebe, Bindung im Christentum – eine evangelische Perspektive" und Simone Matthäus, Jugendreferentin im Dekanat Waldshut, wird einen "jungen, katholischen Blick auf Liebe und Sexualität" werfen.
Programm und Anmeldung unter http://evakad.de/prog201905.

