Liebe Festgäste, liebe Landesbischöfin,
vor 10 Jahren feierten wir in der Heiliggeist-Kirche in Heidelberg, heute in der Stadtkirche 20 Jahre Grüner Gockel. Die Zeit verging sprichwörtlich wie im Flug - mit Ihnen und Euch. Es ist wunderbar, so viele WegbegleiterInnen und PionierInnen der ersten Stunden hier versammelt zu sehen. Danke, dass Ihr Euch heute die Zeit nehmt zum Jubilieren.
Der Grüne Gockel ist seit 2004 auf einer rasanten und stetigen Reise. Aus einem Gockel wurden mittlerweile fast 200. Ihr Engagierte in den Gemeinden und Einrichtungen wurdet mehr und mehr und – zum Glück - auch wir im EOK. Zu Beginn gab es mich und sukzessive anteilig Anita Quicker als Geschäftsstelle GG. Daraus entstand das BUE-Team mit einer großen Aufgabenvielfalt, die wir heute gemeinsam mit unseren KollegInnen vom Kirchenbau bearbeiten.
Auch die Ziele weiteten sich. Auch durch Eure Unterstützung in den verschiedensten Kirchengremien beschloss die Landessynode 2010 das Klimaschutzkonzept und im letzten Jahr das Klimaschutzgesetz für das Erreichen der Klimaneutralität bis 2040. Ihr habt den Grund bereitet mit Euren Ideen und deren Umsetzung – Jahr für Jahr. Nicht zufällig steht die ekiba innerhalb der EKD als Beispiel für wirksames Bewahren der Schöpfung. Dafür danken wir Euch sehr.
Neben Eurem Engagement brauchte und braucht es ein Zweites: einen umfassenden Service der Landeskirche - bereitgestellt durch das BUE und viele weitere Menschen in anderen Fachabteilungen. Diesmal Danke an Euch im EOK, den VSAs und EKVs. Stellvertretend seien Namen genannt: Danke an Christina Timko, die im Januar die Koordination mit ganz großen Elan von Manuel Pföhler übernommen hat. Danke an Dich, Manuel, der Du diese Aufgabe von Sonja Klingberg-Adler übernommen hattest und danke an Dich Sonja, die diese von mir übernahm.
Auch wenn ich immer weniger selbst im GG berate, weiß ich um diese große Familie, die wir zusammen geworden sind. Ihr alle wirkt in den Gemeinden, den Einrichtungen, im EOK, in anderen Landeskirchen. Für meine Arbeit als Umweltbeauftragter ist das die unentbehrliche Stütze und Motivation. Dafür ein ganz inniger Dank an Euch alle.
Wo könnte der GG stehen, wenn er 25 Jahre alt wird? Unser Klimaschutzgesetz gibt nun Umweltmaßnahmen vor, für die Ihr 20 Jahre zuweilen vor Ort ringen musstet. Das wird jetzt also entspannter – hoffentlich… Zugleich stecken wir alle in einem umfassenden Veränderungsprozess hin zu anderen Gebäudekonzepten und Kooperationsräumen. Daraus entstehen neue Fragen, die auch von uns & Euch mit dem Blick begleitet werden: Wie kann unsere zukünftige Kirche kraftvoll bleiben und zugleich ihren ökologischen Rucksack sukzessive verkleinern? Beim Nutzen der Gebäude, bei der Mobilität und wie und was wir einkaufen.
Der GG ist für den kommenden Wandel bestens geeignet. Durch seinen ureigenen Kompass, seine Verbindlichkeit und Struktur – verbunden mit einem langen Atem. Ihr als Umweltteams wart schon immer einer Impulsgeber für Lösungen, die bei Euch vor Ort passen. Wir wissen, den GG gibt es nicht umsonst. Er macht Arbeit, doch er stiftet Sinn und immer wieder auch Freude/Gemeinschaft. Und deshalb schauen wir im BUE neugierig nach vorne, wohin der GG seine nächsten Kreise ziehen wird. Mal als Rufer, mal als Mahner, manchmal auch nervend krähend, aber immer authentisch und mitnehmend. Sein und Euer Kompass stimmt!
Last but not least: ohne unsere kirchlichen Leitungsgremien wäre all Gesagte so nicht möglich geworden. Umso mehr freue ich mich, dass heute unsere Landesbischöfin bei uns ist. Ein großes Dankeschön stellvertretend an Sie! Bitte reichen Sie es weiter.
Und damit komme ich auch schon zum Schluss und wünsche uns ein wunderbares Jubiläum.