Anlässe für psychologische Beratung

 
Psychologische Beratung wird von Menschen dann in Erwägung gezogen, wenn sie mit eigenen Versuchen der Problemlösung nicht weiterkommen. Sie schätzen ihre bei sich wahrgenommenen psychischen Probleme und Verwicklungen nicht als krank im Sinne des Gesundheitswesens ein und suchen deshalb eine Beratungsstelle auf und keinen Psychotherapeuten. 
 
Zugrunde liegt dieser Wahl damit eine Selbstdefinition der Ratsuchenden, die sich mit ihrer Symptomatik nicht als krank, sondern als beratungsbedürftig betrachten. Anlass für die Anmeldung in einer Beratungsstelle kann folglich ein breites Spektrum von Fragen und Problemen sein – sei es im Zusammenhang von zwischenmenschlichen Beziehungen, der Erziehung der Kinder, der Beziehung zu sich selbst (Ängste, Selbstwert, etc.), dem Arbeitsplatz, der Verarbeitung von bestimmten Erlebnissen und Ereignissen etc. Dieses Spektrum der Anmeldeanlässe kann von der Suche nach Informationen über psychische Prozesse bis hin zu schweren psychischen Erkrankungen reichen.
 
Es ist dann Aufgabe der Beraterinnen und Berater, gemeinsam mit den Ratsuchenden zu schauen, worauf sich die Anfrage richtet und ob tatsächlich eine psychologische Beratung das Mittel der Wahl ist.