Zuspitzung bei Paarproblemen

Herr und Frau A. (61 J und 58 J) ...
... befinden sich seit zwei Monaten bei mir in der Paarberatung, da sie Schwierigkeiten haben, respektvoll miteinander zu kommunizieren. Sie sind seit drei Jahren verheiratet. Sie hat einen Trauma-Hintergrund, er ein fragliches Suchtproblem. In der Corona–Zeit spitzt sich die Situation zu Hause zu. Es kommt zum gegenseitigen Rückzug, der mit der Angst vor Beziehungsverlust einhergeht. Die Kommunikation kommt komplett zum Erliegen. Frau A. rutscht in eine massive Depression. Über Telefonberatung mit beiden Ehepartnern unterstütze ich eine vorsichtige Wiederaufnahme der Kommunikation.

Paar, Anfang 50, ...
... seit 25 Jahren zusammen, seit 3 Jahren verheiratet. Beide beruflich sehr engagiert. Da der Arbeitsort des Mannes im Ausland, begegnet sich Paar nur am Wochenende. Terminanfrage vor Einführung der stattlichen Corona-Maßnahmen wegen regelmäßigen zermürbenden Streitereien um – nach eigenen Worten – „Kleinigkeiten“. Wunsch, dass in den wenigen zur Verfügung stehenden Paarzeiten ein harmonisches Miteinander lebbar wird. Termin fand allerdings erst 3 Wochen später statt. Zu diesem Zeitpunkt arbeiten beide im Homeoffice. Paar berichtet, dass durch die damit verbundene Ausdehnung der gemeinsamen Zeit bzw. des „Paarraums“ die früheren Streitigkeiten reduziert bzw. in den Hintergrund getreten sind. Beratungsarbeit:  Suchen von Wegen, das aktuelle positive Erleben in der Paarbeziehung auch im regulären Alltag zu halten.