Fachstelle Geistliches Leben

Die Fachstelle ermöglicht es Menschen, in zahlreichen Angeboten zur Ruhe zu kommen, neue Kraft zu tanken und zu sich selbst zu finden. 
Bodenbild mit runder heller Bastmatte blaues Tuch wie Wasser darauf Kerze, Becher und Blumen
Wie kann eine heilsame, wohltuende Stille im Menschen Raum gewinnen?
Wie kann eine Gottesbeziehung Gestalt annehmen?
Wie kann Glaube Tiefgang gewinnen?
Wie können Menschen neu berührt werden vom Geheimnis der Gegenwart Gottes?
Wie können sie weiter leben in Zeiten innerer Dürre?
Wie können sie zur Mitte finden, können sie in der Mitte verweilen – bei dem vielen, das an ihnen zerrt?
Was hilft, im Alltag die Liebe zu leben?
Was sind Quellen geistlichen Lebens und wie werden sie zugänglich, wie kann man daraus schöpfen?
 
Um diese und ähnliche Fragen kann es bei einer Begegnung mit der Fachstelle Geistliches Leben gehen. Die Stelle ist eingerichtet für Haupt- und Ehrenamtliche aus unserer Landeskirche und darüber hinaus für alle an Spiritualität interessierte Menschen.
 
Wer sich auf der Suche nach einer eigenen Spiritualität befindet, diese reflektieren und eventuell einem Veränderungsprozess aussetzen möchte, wer Ausschau hält nach einer passenden Meditationsgruppe in erreichbarer Nähe, kann die Beratung der Fachstelle Geistliches Leben in Anspruch nehmen.
 
Die Aufgabe der Fachstelle "Geistliches Leben" ist es, Angebote im Bereich Spiritualität und Meditation innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden zu bündeln und zu fördern, sowie eigene Veranstaltungen anzubieten.
 

Exerzitien

Exerzitien sind "geistliche Übungen". Übungen, die helfen, Gott im eigenen Leben zu entdecken.
Rundes gelbes Tuch auf dunklem Untergrund. Darauf in der mitte eine Kerze und kleines Kreuz. Regenbogenfarbiges Tuch als Ring und Eglifiguren in unterschiedlichen Gebetshaltungen

Unser Alltag ist in der Regel bestimmt durch den Rhythmus von Arbeit und Erholung. Oft wirkt der Versuch, noch "etwas Geistliches" in diesen Rhythmus einzubauen, nur wie eine zusätzliche Belastung, ein weiterer Termin. Die Exerzitien können helfen, aus dieser Zwickmühle herauszukommen. Denn Exerzitien sind "geistliche Übungen". Übungen, die helfen, Gott im eigenen Leben zu entdecken.

Ziel der Exerzitien ist es:
  • Innehalten und im Beten hörbereit werden
  • Sein Leben von Gott her ordnen und neu ausrichten lassen
  • Sich auf den Weg mit Jesus Christus rufen lassen
  • Den Anregungen des Geistes Gottes nachspüren
 
Exerzitien können Menschen helfen, die ausprobieren wollen,
  • wie man mit Gott reden kann, 
  • einen festen Platz im Alltag für das Gebet  zu finden.
  • einfach einmal am Tag ihrer Seele etwas Gutes tun wollen.

Exerzitien sind 

  • Tag für Tag ein fester Punkt, um Gott im Alltag zu begegnen,
  • eine Hilfe bei dem Versuch, mit Gott ins Gespräch zu kommen,
  • eine Anregung, das eigene Verhältnis zu Gott zu klären.
 

Geistliche Begleitung

Bei der Begleitung auf dem Geistlichen Weg geht es um die eigene Person in ihrer Beziehung zu sich selbst, zu Mitmenschen und Mitwelt und zu Gott.
Das Labyrinth von Chartre in einer Rasenfläche auf der Burg Reichenfels in Thüringen

Geistliche Begleitung hat mit dem ganzen Menschen zu tun. Hier kann alles Raum haben, was zum Leben gehört, die Deutung von Erlebnissen, der Umgang mit Fragen, Zweifeln, Sehnsucht, Angst … Geistliche Begleitung ist der Ort, an dem jemand Zeit hat, zuhört, nicht wertet, stehen lässt und hilft, eigene Antworten, Entscheidungen, Wege zu finden.

Begleiterinnen und Begleiter auf dem Geistlichen Weg sind darin ausgebildet, sich anderen zuzuwenden, sie sind dem Seelsorgegeheimnis verpflichtet und nehmen selbst Begleitung in Anspruch.

Nicht selten steht am Anfang einer Geistlichen Begleitung eine Krise, die zu bedenken und zu deuten ist. Geistliche Begleitung ist jedoch nicht eigentlich Krisenintervention, es geht eher darum, in guten und in schweren Tagen für die eigene Seele zu sorgen. Oft entdecken Begleitete neue Orientierungen in der Gestaltung des Glaubens- und Lebensweges, die eigene Identität wird gestärkt, der Alltag wird in einem guten Verhältnis von „ora et labora“ neu geordnet. Häufig werden auch neue Formen der Schriftbetrachtung und der Meditation gefunden.

Geistliche Begleitung findet in der Regel alle 4-5 Wochen in einem etwa einstündigen Gespräch statt. Sie kann sich über Monate aber auch Jahre erstrecken. Voraus geht ein Sondierungsgespräch zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Abklären von Erwartungen.

 

Ausbildung zum/r Geistlichen Begleiter/in

Manresa, Kapelle in der Höhle des hl. Ignatius
Manresa, Kapelle in der Höhle des hl. Ignatius. Hier übte er sich in seinen Exerzitien.

Geistliche Begleiter und Begleiterinnen haben in der Regel eine zwei- bis dreijährige berufsbegleitende Ausbildung gemacht. In der Ausbildung, die Elemente des geistlichen Ansatzes von Ignatius von Loyola aufnimmt, wird die eigene Lebens- und Glaubensgeschichte intensiv angeschaut, der eigenen Berufung nachgespürt, Gesprächstechniken geübt und die alte geistliche Tradition der Unterscheidung der Geister eingeübt.

Die Geistlichen Begleiterinnen und Begleiter gehen regelmäßig zu Schweigeexerzitien, werden selber geistlich begleitet und sind in Supervision.

Im Selbstverständnis der Arbeitsgemeinschaft „Geistliche Begleitung“ heißt es: „‚Geistliche Begleitung‘ ist eine spezifische Form der Seelsorge, die den Begleiteten darin unterstützen möchte, das Wirken des Geistes Gottes in der eigenen Lebensgeschichte und auf dem eigenen Lebensweg zu entdecken und zu bejahen.“

  

Ihre Ansprechperson

Susanne Schneider-Riede

Pfarrerin, Geistliche Begleiterin und Exerzitienbegleiterin (Fachstelle Geistliches Leben)
Ich bin Ansprechpartnerin
  • für die Vermittlung von Geistlicher Begleitung
  • für Weiterbildungen im Bereich Geistliche Begleitung
  • bei Fragen nach Exerzitienangeboten, Klosteraufenthalten und Tagen der Stille
  • für geistliche Prozessbegleitungen im Transformationsprozess für Gremien und Teams