Hydraulischer Abgleich (HAPT)

 

Abschlussbericht und Fachsymposien

Den vorläufigen Abschlussberichts des Projekts finden Sie hier:
 

Die Vorträge auf unseren Fachsymposien können Sie sich hier nochmals anschauen:
  Fachsymposium 2016
  Fachsymposium 2019

Herzlichen Dank an alle Mitarbeitenden und Projektpartner!


Mitarbeitende

Felix Schweikhardt (Projektleitung), Dr. André Witthöft-Mühlmann, Anita Quicker, Christoph Thomsen, Jochen Rapp, Jonas Luther, Julia Solar, Lea Schalk, Rebekka Mandler, Selina Große, Ulrich Klein, VSA Rhein-Neckar

Projektsteuerer

Thomas Bück, Frank Weirauch, Markus Spindler (AWIPLAN-PPD)

Energieberater*innen

Andreas Gerlach, Birgit Groh, Dieter Graef, Dieter Zelmer, Frank Ost, Gerhard Ecker, Horst Billes, Jörg Schaller, Martin Schellbach, Regine Zeh, Rolf Bilz, Stefan Gsellinger, Timo Göhringer, Uwe Göhringer, Uwe Hause

Installateure

Jürgen Odenwald (Schulz Versorgungstechnik), Mario Ulrich, Daniel Kasper (Veith Gebäudetechnik) und viele mehr

Pumpenhersteller

Michael Hochmann (Grundfos)

Finanzierung

Evangelische Landeskirche in Baden und Stiftung Schönau

Inspriration

Prof. Dr. Dieter Wolff, Dr. Kati Jagnow, Jobst Kraus
 
Herzlichen Dank auch allen umweltengagierten Haupt- und Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden wie Hans-Friedrich Roth bei der Begleitung der Umsetzung.

Der hydraulische Abgleich

Der hydraulische Abgleich im Heizungssystem stellt sicher, dass jeder Heizkörper - und damit jeder Raum - gleichmäßig mit der jeweils erforderlichen Heizwassermenge versorgt wird. Als positives Ergebnis sinkt der Gesamt-Energieverbrauch, da die Wärme gleichmäßig und in ausreichender Form im Gebäude verteilt wird. Der allgemeine Wohnkomfort steigt dadurch an. Durchschnittlich lassen sich die Heizkosten um 5 bis 10 Prozent reduzieren.

Der Heizungspumpen-Tausch

Die Heizungspumpe ist eine "Dauerläuferin". So lange, wie die Heizung für Wärme im Haus sorgt, wälzt auch die Heizungspumpe Wasser im Rohrnetz um - etwa  6.000 Betriebsstunden pro Heizperiode. Damit ist sie in vielen Haushalten der größte Stromverbraucher. Dank verbesserter Technologie und Regelbarkeit verbrauchen moderne Hocheffizienz-Heizungspumpen nur noch einen Bruchteil der Energie.

Der Projekt-Ablauf

Wenn sich ein Gebäude für den Abgleich eignete, berechnete zunächst der Energieberater, wie viel Wärme in jeden Raum geschickt werden muss, um den Raum so warm wie gewünscht zu beheizen. Anschließend baute ein Handwerksbetrieb - falls noch nicht vorhanden - so genannte voreinstellbare Thermostatventile ein und nimmt die Einstellungen an den Thermostatventilen vor. An diesen wurde eingestellt, wie viel Wasser durch den entsprechenden Heizkörper fließen soll. Zusätzlich tauschte das Heizungsunternehmen ggf. noch vorhandene alte Heizungspumpen aus.

 

Am 17. Februar richtete die Evangelische Landeskirche in Baden in ihrer Hauptverwaltung ein prominent besetztes Fachsymposium zum Hydraulischen Abgleich aus. Die Veranstaltung sollte dazu dienen die verschiedensten Fachleute auf diesem oftmals vernachlässigtem Gebiet mit großen Energiespar-Potentialen zusammenzuführen und dem Hydraulischen Abgleich wesentliche Impulse für seine weitere Verbreitung und qualitative Verbesserung zu geben. Hier finden Sie eine Dokumentation der Veranstaltung.

Programm

 

Begrüßung

Begrüßung durch Oberkirchenrat Stefan Werner:
 
 
Begrüßung durch Projektleiter Felix Schweikhardt:
 
 

Teil 1: Hinführung

Vortrag 1:
Hydraulischer Abgleich - Stand von Forschung und Praxis (Prof. Dieter Wolff):
 
Vortrag 2:
Hydraulischer Abgleich in der Evangelischen Landeskirche in Baden (Felix Schweikhardt):
 

Teil 2: Methoden des Hydraulischen Abgleichs

Gedicht Thermostatventil von Felix Schweikhardt:
 
Podiumsdiskussion 1: Methoden des Hydraulischen Abgleichs
 
Podiumsdiskussion 2: Software-Lösungen für den Hydraulischen Abgleich
 
Publikumsdiskussion 1: Sonderfälle Einrohr- und Fußbodenheizung
 

Teil 3: Herausforderungen und Chancen des HYDRaulischen Abgleichs

Herausforderung und Chance Handwerk: Erfahrungen eines Handwerksbetriebs in der Praxis - Gespräch mit Jürgen Odenwald, Firma Schulz Versorgungstechnik Heidelberg
 
Vortrag 3: Herausforderung und Chance Komfort: Operative Temperatur und Anlagendynamik (Bernd Scheithauer):
 
 
Publikumsdiskussion 2: Weitere Herausforderungen und Chancen des Abgleichs

Teil 4: Weiterführung

Vortrag 4: Hydraulische Optimierung weiterdenken - Messtechnische Mängelsuche und Perfektionierung im System (Horst Billes):
 

Verabschiedung

 

Am 28. Mai 2019 richtete die Evangelische Landeskirche in Baden im EinTanzHaus in Mannheim (ehemalige Trinitatiskirche) ein prominent besetztes Fachsymposium zur effizienten Heizungsoptimierung aus. Dabei wurde gleichzeitig der Abschluss des entsprechendenden HAPT-Projekts der Evangelischen Landeskirche in Baden würdig gefeiert.

Die Veranstaltung sollte dazu dienen die verschiedensten Fachleute auf diesem oftmals vernachlässigtem Gebiet mit großen Energiespar-Potentialen zusammenzuführen und dem Hydraulischen Abgleich wesentliche Impulse für seine weitere Verbreitung und qualitative Verbesserung zu geben.

Das Projekt HAPT förderte in den vergangenen sechs Jahren den Heizungspumpentausch und den Hydraulischen Abgleich in den Gebäuden der Badischen Landeskirche.

Insgesamt werden pro Jahr 3,8 Mio. kWh Energie, 408.000 € und 1.100 Tonnen CO2 eingespart.

Es wurden insgesamt 945 Heizungspumpen getauscht und in 555 Gebäuden hydraulische Abgleiche durchgeführt. Die mittlere prozentuale EInsparung beträgt ca. 6,6 %.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Evaluation:

 

Untenstehend können Sie sich die freigegebenen Präsentationen nochmals anschauen.

Programm

 

Begrüßung durch Dr. Witthöft-Mühlmann und Felix Schweikhardt

 
 
 

Die Rolle von Heizungsoptimierung und Hydraulischem Abgleich...

 
Vortrag 1:
... für Energieeffizienz und Klimaschutz (Prof. Dieter Wolff, Ostfalia-Hochschule):
 
 
 
 
 
Vortrag 2:
... im Klimaschutzplan des Bundes  (Ralph Baller, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie):
 
 
 
 

Heizungsoptimierung und hydraulischer Abgleich in der badischen landeskirche

Vortrag 3:
Vorstellung der Projektergebnisse (Felix Schweikhardt)
 
 
 
 
 
Vortrag 4:
Stellungnahme zur Evaluation (Lothar Eisenmann, IFEU-Institut)
 
 
 
 

Fachvorträge 

Vortrag 5:
Umsetzung des hydraulischen Abgleichs in Mehrfamilienhäusern (Prof. Clemens Felsmann, TU Dresden)
 
 
Vortrag 6:
Modulare Systeme für die Hydraulik (Alexander Kümpel, RWTH Aachen) 
 
Vortrag 7:
Ganzjährige Optimierung von Heizungssystemen (Dr.-Ing André Kremonke, TU Dresden)
 
 
 
 

Podiumsdiskussionen

Im Anschluss an die Vorträge gab es zwei Podiumsdiskussionen mit wissenschaftlichem beziehungsweise anwendungsorientiertendem Schwerpunkt.
 
Diskussionsrunde 1:
Potenziale von Heizungsoptimierungen aus Sicht der Wissenschaft

Mit Lothar Eisenmann (IFEU-Institut) , Prof. Clemens Felsmann (TU Dresden), Dr. André Kremonke (TU Dresden), Alexander Kümpel (RWTH Aachen), Felix Schweikhardt (Evang. Landeskirche in Baden)
Moderation Dr. André Witthöft-Mühlmann
 
Diskussionsrunde 2:
Wie erreichen wir eine höhere Zahl an Optimierungsmaßnahmen?

Mit Ralph Baller (BAFA), Dr. Johannes Hengstenberg (CO2 Online), Dr. Joachim Schahn (Umweltpsychologe Uni Heidelberg), Konstanze Stein (KEA), Horst Billes (Energieberater), Mario Ulrich (Veith Gebäudetechnik GmbH)
Moderation: Felix Schweikhardt
 
Aus den verschiedenen Beiträgen entstand ein Handlungsmodell, das aufzeigt, wie die verschiedenen Schritte, die auf dem Weg zur Umsetzung von Maßnahmen notwendig sind, unterstützt werden können.
 
 

Fazit und Abschluss durch Dr. Witthöft-Mühlmann