Kirchturmkreuz vor blauem Himmel, gerahmt von unscharfen Blättern eines Baums
 

 

Beerdigung

Von der Trauerfeier bis zur Beisetzung: Der Ablauf einer kirchlichen Bestattung

 

Der christliche Abschied

Eine kirchlichen Bestattung besteht in der Regel aus einer Trauerfeier mit Gebet, Predigt, Musik, Segen und der Beisetzung von Sarg oder Urne.
 
Im Sinne eines christlichen Abschieds geht es zum einen um das Leben der verstorbenen Person und zum anderen um Trost für die Trauernden. Als Christinnen und Christen teilen wir in diesen Momenten unseren Schmerz und unsere Trauer, aber vor allem auch unsere Hoffnung: Jesus Christus ist auferstanden, deshalb glauben wir, dass auch unser Leben nicht mit dem Tod zu Ende ist.
 

Ablauf einer kirchlichen Bestattung

Eine christliche Trauerfeier ist ein Gottesdienst, dazu können folgende Elemente im Ablauf gehören:
 
  • Musik
  • Begrüßung
  • Musik
  • Psalm und Eingangsgebet
  • Biblische Lesung
  • (Glaubensbekenntnis)
  • Predigt
  • Musik
  • Gebet
  • Wort zum Abschied
  • Weg zum Grab
  • biblisches Wort/Gebet
  • Beisetzung
  • Vaterunser
  • Segen
     
Es gibt viele Möglichkeiten, einen Trauergottesdienst ganz persönlich zu gestalten. In Absprache mit der Pfarrperson kannst du Wünsche äußern oder Lieder und Texte vorschlagen, die du für stimmig hältst. Außerdem können persönliche Erinnerungen und Erlebnisse an und mit der verstorbenen Person Teil der Trauerfeier sein.
 
Bei der Gestaltung eines Trauergottesdienstes ist vieles möglich. Es kann aber auch entlastend und hilfreich sein, auf bewährte Traditionen wie z.B. Texte und Lieder zurückzugreifen. Mehr dazu findest du hier: Gebeten und Liedern.
 
 

Was passiert bei einem Trauergespräch?

 
Vor einer Beerdigung oder einem Trauergottesdienst spricht die Pfarrerin oder der Pfarrer mit den Angehörigen. Hier kannst du deine Wünsche und Vorstellungen äußern. Vielleicht hat auch die verstorbene Person Wünsche für die eigene Beerdigung festgehalten. Diese fließen dann in das Gespräch mit ein. In einem solchen Gespräch geht es auch darum, was der oder die Verstorbene für ein Mensch war und an was in der Ansprache erinnert werden soll. Es kann tröstlich sein zu erzählen, wofür man dankbar ist, aber auch, was es für Schwierigkeiten, Konflikte und Verletzungen gab.
 
Natürlich ist dieses Gespräch vertraulich. Pfarrerin / Pfarrer werden bei der Trauerfeier nur die Dinge erwähnen, von denen ihr verabredet habt, dass sie für die Öffentlichkeit bestimmt sind.
 
Im Trauergespräch geht es auch um konkrete Fragen zur Gestaltung der Feier: Welche Lieder sollen gesungen oder gespielt werden? Welche Texte gelesen? Wer möchte bei der Feier ein Gebet bzw. anderen Text sprechen oder eine persönliche Erinnerung vortragen?
 
Die Pfarrerin oder der Pfarrer machen dazu gerne Vorschläge. Ihr könnt aber auch selbst Lieder, Texte oder Gebete vorschlagen.
 
Das Trauergespräch hat aber noch eine andere Funktion: Nach dem Tod eines nahestehenden Menschen sind die meisten Angehörigen aufgewühlt und vielleicht sogar verzweifelt. Dann tut es besonders gut, mit einer/m erfahrenen Seelsorger/-in sprechen zu können. 
 
 

Was geschieht bei einer Beisetzung?

 
 
In diesem zweiten Teil der kirchlichen Bestattung wird nach dem Trauergottesdienst die Urne oder der Sarg zum Grab gebracht und versenkt, also beigesetzt. Das kann direkt im Anschluss an den Trauergottesdienst geschehen oder mit zeitlichem Abstand.
 
Die Trauergemeinde versammelt sich mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin am offenen Grab. Nach einem biblischen Hoffnungswort wird der Sarg oder die Urne in das offene Grab abgelassen. Im Anschluss an ein Gebet spricht die Pfarrerin oder der Pfarrer die Bestattungsformel „Erde zur Erde, Asche zur Asche, Staub zum Staube“ und wirft etwas Erde oder Sand auf den Sarg. Mit diesem Erdwurf ist der Abschied symbolisch vollzogen.
 
Nun beten alle gemeinsam das Vaterunser. Nach dem Segen gehen die Trauernden einzeln zum Grab und nehmen dort Abschied. Häufig steht eine Schaufel und Sand oder Erde bereit; davon kannst du etwas auf den Sarg werfen. Manchmal werden auch Körbe mit Blumen bereitgestellt, um sie über den Sarg zu streuen.
 
Nach der Beisetzung bleiben die engsten Angehörigen meist noch am Grab stehen und die Trauergäste sprechen ihnen ihr Beileid aus – mit einem Händedruck, einem mitfühlenden Satz oder auch einer Umarmung. Wenn das nicht gewünscht ist und beispielsweise in der Einladung steht „Von Beileidsbekundungen bitten wir abzusehen“, solltest du das respektieren. Mehr zum Verhalten am Grab findest du hier
 
Wenn zwischen dem Trauergottesdienst und der Beisetzung die Kremation (Verbrennen des Leichnams) stattfindet, verabschieden sich die Trauernden in der Kirche oder Aussegnungshalle am Sarg.
 
Die Erdbestattung ist eine traditionelle Form der Beisetzung. Daher spricht man auch von “Beerdigung”. Neben dieser gibt es noch einige weitere Bestattungsformen, hier findest du einen Überblick.
 
Weitere Infos zur Beerdigung finden Sie auf der Website der Kirchengemeinde vor Ort und unter www.trauernetz.de.