"Man gibt etwas und man bekommt etwas"
Britta Hansen steht in blauer Arbeitsweste auf der Treppe der Johanniskirche in der Karlsruher Südstadt. Sie blickt auf die Menschenschlange vor dem Eingang zum Innenhof. Lächelnd begrüßt sie die ankommenden Gäste, die zuerst einmal mit Kaffee oder Tee versorgt werden. So lässt sich an diesem kalten Januartag die Wartezeit bis zur Eröffnung der „Essens-Straße“ besser überbrücken. Hansen ist ehrenamtliche Projektleiterin der Karlsruher Vesperkirche und von Anfang mit dabei. Sie berichtet von ihren Erfahrungen.
Wer da alles zusammenkommt!
Über Caspar, Melchior, Balthasar und alle anderen
Mit Hoffnung ins neue Jahr
Die Umfragen zum Jahreswechsel zeigen: die Menschen gehen dem neuen Jahr weit weniger zuversichtlich und optimistisch entgegen. Die Corona-Krise, der Ukraine-Krieg und seine wirtschaftlichen Folgen sorgen für Angst vor der Zukunft. Immer mehr Menschen werden von massiven Existenzängsten geplagt. Was gibt der Bischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, Heike Springhart, Halt und Hoffnung für das Neue Jahr?
„Mit den Losungen beginne ich meinen Tag“
Zum Jahreswechsel liegen sie wieder in den Buchhandlungen aus: die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine. Viele Menschen lesen sie täglich. Auch bei mir vergeht kein Tag ohne Losungen.
#wärmewinter - Ein Beispiel aus Pforzheim
Es ist Donnerstagabend, halb sechs. „Willst du noch Brot zur Suppe?“ Teller, Gläser, Tassen und Besteck werden auf dem großen runden Esstisch hin- und hergeschoben, Stühlerücken, „Kommt ihr bitte auch zum Essen?“
Gemeinsames Abendessen in einer warmen Umgebung. Die fünf Kinder und drei Erwachsenen sitzen nicht zu Hause am Esstisch, sondern im DiakoniePunkt Dillweißenstein. Hier gibt es seit kurzem alle zwei Wochen den „Suppenabend mit Spiel und Begegnung“ – einer von vielen Orten im #wärmewinter von Evangelischer Kirche und Diakonie.
Gemeinsames Abendessen in einer warmen Umgebung. Die fünf Kinder und drei Erwachsenen sitzen nicht zu Hause am Esstisch, sondern im DiakoniePunkt Dillweißenstein. Hier gibt es seit kurzem alle zwei Wochen den „Suppenabend mit Spiel und Begegnung“ – einer von vielen Orten im #wärmewinter von Evangelischer Kirche und Diakonie.
Zuhören und sensibel sein
Die Zahl erschreckt mich. Jede dritte Frau ist in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Also mehr als zwölf Millionen Frauen. Was kann ich tun, wenn sich mir jemand anvertraut oder ich selbst Opfer werde? Anregungen finde ich bei Instagram.
Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.
Lange Zeit ist für Nazli Begum jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Küstenregion von Bangladesch. Immer häufiger werden ihre Felder von salzigem Meerwasser überflutet und zerstört. Doch sie hat gelernt, ihre Lebensweise an die veränderten Klimabedingungen anzupassen.
Im Wartezimmer Gottes
Wenn Warten nicht nur an den Nerven zerrt, sondern die Augen öffnet
"Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in Deutschland passiert"
Diskutieren Sie auch über die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar? Mit Kolleg:innen und zuhause? In den Medien geht es in diesen Tagen oft erst in zweiter Linie um den Fußball. Wir hören von den Machenschaften in der Fifa rund um die Vergabe des Turniers und beim Turnier selbst. Es wird über die Ausbeutung der ausländischen Arbeitskräfte berichtet, die beim Bau der Stadien eingesetzt waren. Dass auch in Deutschland Menschen ausgebeutet werden, ist für viele von uns undenkbar.
Trauer und Trost
Es ist ein grauer Novembernachmittag. Neblig und nasskalt, einer der ersten wirklich kalten Tage in diesem Herbst. Auf dem Weg in die Stadt mache ich an einer Coronatest-Station Halt. Denn ohne tagesaktuellen Negativtest darf ich nicht in die Klinik. Ich will meinen Onkel Karlheinz besuchen, der dort schon seit sieben Wochen schwerkrank liegt. Ich weiß, dass es der letzte Besuch sein wird. Es ist nicht das erste Mal, dass ich das erlebe und vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen.
Frieden lernen
Die Roulettekugel rollt. Auf der roten Sieben bleibt sie liegen. „Du Motherfucker“ schallt es durch den Raum. Alle sind gespannt, wie sich der Beschimpfte spontan verhalten wird. Denn darauf kommt es an beim „Beleidigungs-Roulette“: den Mechanismus von Beleidigungen zu durchschauen und dann anders reagieren zu können als nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir.“
Jetzt ist die Zeit
Gedanken zu den Tagen zwischen 9. und 11. November 2022
Die Tage zwischen dem 9. und 11. November sind Tage, an denen die Fäden der Vergangenheit sortiert und mit dem drängenden „Hier und Jetzt“ verknüpft werden wollen.
Dem Volk aufs Maul geschaut
73 Tage waren nötig, um eine sprachliche Revolution in Gang zu bringen. Vor 500 Jahren übersetzte Martin Luther in dieser kurzen Zeit das Neue Testament ins Deutsche. Er ermöglichte damit vielen Menschen die Bibel zu lesen und zu verstehen, und schuf die Grundlage für eine einheitliche deutsche Sprache.
Mehr als eine warme Mahlzeit
Peter Meyer (Name geändert) kommt lächelnd in die „Boje“ in Radolfzell. Seine zittrigen Hände winken wild vor Aufregung: „Ich freue mich hier zu sein – das tut mir so gut.“ Im Tagestreff „Die Boje“ für Menschen mit psychischer Erkrankung kann er sich von seinen Sorgen ablenken.
Humor hilft heilen
Er ist Deutschlands wohl bekanntester Fernsehmediziner: Dr. Eckart von Hirschhausen. In der TV-Sendung „Hirschhausens Quiz des Menschen“ erklärt er Millionen von Zuschauern, wie der menschliche Organismus funktioniert. Früh hat er erkannt, dass auch Humor wichtig für die Gesundheit und das Gesund-Werden ist. 2008 hat der Mediziner und Kabarettist die Stiftung „Humor Hilft Heilen“ gegründet. Im Interview mit der ekiba erläutert er, was es damit auf sich hat und was ihm besonders am Herzen liegt.
Das Geheimnis der Nächstenliebe
Gedanken über Nähe, Naheliegendes und Nächstenliebe
Die Menschen nicht allein lassen
Sterbehilfe ist ein umstrittenes Thema. Was soll erlaubt sein, was nicht? Das Bundesverfassungsgericht hat im Februar 2022 entschieden, dass Menschen grundsätzlich ein legaler Weg zum assistierten Suizid offenstehen muss. Deshalb ist eine neue rechtliche Regelung notwendig. Die Abgeordneten des deutschen Bundestages haben bereits intensiv über mehrere Gesetzesentwürfe beraten. Die Entscheidung im Bundestag wird in diesem Sommer erwartet. Zur politischen Debatte äußern sich die badische Landesbischöfin Heike Springhart und Urs Keller, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden e.V., in einem Interview.
Wenn Härte und Hoffnung aufeinanderprallen
Wissen Sie, wie es im Gefängnis zugeht? Was fehlt Inhaftierten am meisten und wer ist für sie da? Igor Lindner ist seit 18 Jahren evangelischer Seelsorger im Gefängnis. Zuhören und Trost spenden sieht er als Kern seiner Aufgabe.
Erntedank? Fällt 2022 nicht aus!
Eine Einladung, in den nächsten Tagen bewusst darauf zu achten, was andere für mich geerntet haben
Dankbar
Wenn die Kirchen mit prächtigen Kürbissen, Broten, Obst und Gemüse geschmückt werden, dann wird Erntedank gefeiert. Auch wenn wir kaum selbst ernten und Lebensmittel in der Regel das ganze Jahr über verfügbar sind, ist es eines der beliebtesten Feste im Kirchenjahr.
Eine bemerkenswerte Frau
Von der Queen und anderen Frauen, die unser Leben prägen
Angekommen und angenommen
Bis geflüchtete Menschen in Deutschland richtig ankommen, dauert es. Um den "Kulturschock" abzufedern, braucht es Begegnungen mit Menschen, die hier leben. Die Kapellengemeinde in Heidelberg ist so ein Ort der Begegnungen. Pedram Badakhshan ist 2011 als Geflüchteter aus dem Iran nach Deutschland gekommen und fand dort die „willkommene und begrüßende Atmosphäre“ einer badischen Kirchengemeinde.
Verbindung zum Himmel
Jeder Mensch hat seine besonderen Orte. Besondere Knotenpunkte der Kommunikation. Auch mit Gott.
Plötzlich und unerwartet
Vor Kurzem ist in meinem Bekanntenkreis eine junge Mutter schwer an Krebs erkrankt. Dass jemand plötzlich unerwartet aus dem Alltag gerissen werden kann, erlebe ich nicht zum ersten Mal. Und doch berührt es mich diesmal anders. Ich beginne mich zu fragen: Was bleibt, wenn ich einmal nicht mehr da bin? Was kann ich schon vorher entscheiden und regeln?
Fang dir einen Regenbogen
Ich laufe in Karlsruhe über das Gelände der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und bin berührt von Gebet, Gesang und lächelnden Gesichtern. Dieser Glaubensort strahlt Hoffnung aus. Es ist eine Atmosphäre wie ich es oft an Heiligabend nach dem Weihnachtsgottesdienst erlebt habe. Man kennt sich nicht, aber man grüßt sich und verteilt Geschenke durch freundliche Gesten.
Potential zur Versöhnung
„Alles, was die Menschen in diesen politisch schwierigen Zeiten zusammenführt, muss man machen. Im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) stecken enorme Ressourcen, Leute an einen Tisch zu bringen, die sonst nicht miteinander reden würden.” Deshalb und „aus Liebe zu den Menschen“ übernahm Christian Besau gerne das Amt des Delegierten für die Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe. Er geht „mit seinem eigenen protestantischen Gewissen“ an den Start.
Gott und Hufeisen - Frömmigkeit im Schwarzwald
Kennen Sie Longinus? Den Besuchern des Freilichtsmuseums „Vogtsbauernhof“ in Gutach fällt er gleich auf. Denn er ist Teil einer Kreuzesdarstellung an der Fassade des Hippenseppenhofes. Auf einem Pferd sitzend hält er eine Lanze in der Hand und blickt auf den gekreuzigten Jesus. Der Legende zufolge ist Longinus der Soldat, der die Todesprobe am gekreuzigten Jesus vornahm. Die Longinuskreuze sind eine regionale Schwarzwälder Tradition erläutert Museumspfarrer Hans-Michael Uhl. Er befasst sich mit der Frömmigkeit der früheren Schwarzwälder Bauern. Besuchern des Freilichtmuseums zeigt er, wie sich die evangelischen Höfe von den katholischen unterscheiden und dass die Grenze zwischen Glauben und Aberglauben manchmal fließend ist.
Ja-Wort ohne Stress
Zum ersten Mal hat in Mannheim ein Traufest stattgefunden. Paare konnten kirchlich heiraten, sich segnen lassen oder ihr Ehejubiläum feiern. Ganz ohne den Stress, ein großes Fest organisieren zu müssen.
Bauen für die Zukunft
Kirchen sind Großverbraucher in Sachen Energie. Wie innovativ können sie beim Klimaschutz sein? Die evangelische Kirchengemeinde Bühl hat ihre Gebäude schon vor 10 Jahren energetisch saniert. Doch sie will mehr. Für ihre Planungen wurde sie jetzt mit dem RealGreen Award ausgezeichnet.
Feuriger Elias
Was die Bibel mit dem Namen eines öffentlichen Verkehrsmittels zu tun hat
Schwimmflügel
Schwimmflügel halten mich bei den ersten Schwimmversuchen über Wasser. Gott verleiht mir Schwimmflügel für die Gewässer des Lebens.
Kirche mit Schaufenster
Kirche statt Leere heißt es für zwei Monate in der Tauberbischofsheimer Innenstadt. Aus einem ehemaligen Sportgeschäft wurde eine Pop-Up-Kirche. Im Juni und Juli 2022 lässt sich durch die offene Tür und das Schaufenster beobachten, was Kirche und Diakonie so macht. Für Stadtpfarrerin Heike Kuhn ein gelungenes Experiment.
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