Geschmackssache
Über Geschmack lässt sich streiten, einig wird man sich selten. Ist Gott in Geschmacksfragen eigentlich eindeutig?
Vom Findling bis zum tragbaren Kreuz
Die Pandemie-Jahre haben Künstlerinnen und Künstler stark eingeschränkt. Darunter hat auch der Dialog zwischen Kunst und Kirche gelitten. In Freiburg wird nun mit der Ausstellung Kunst:Raum:Kirche dieser Dialog neu gefördert. An 17 Orten wird deutlich, wie sehr Kunstschaffende Kirchen als Ausstellungsorte schätzen. Besucherinnen und Besucher können die Kunstwerke noch bis Ende Juli entdecken.
Hoffnung ist die wahre Stärke
Hoffnungsstur und glaubensheiter. Mit dieser Wortschöpfung am Ende ihrer Predigt am 1. Advent 2021 hat Heike Springhart etwas ausgelöst. Vielfach wurde sie seither zitiert, wenn es um die Frage nach der Zukunft der Kirche ging. Inzwischen ist Heike Springhart Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Baden. „Hoffnungsstur und glaubensheiter“ ist nun auch der Titel ihres Buches, das soeben erschienen ist. Es enthält neben zwei Predigten grundsätzliche Gedanken darüber, was Kirche stark macht. Als Diskussionsgrundlage bietet sich die Zusammenfassung in 15 Thesen an. Weitere Facetten der Hoffnung fächern Annette Kurschus, Evelyn Finger und Jürgen Moltmann in ihren Gastbeiträgen auf.
Ich muss reden
Pandemie, Krieg, Hunger in der Welt. Streit und Lärm auf der einen Seite, Schweigen und Wegducken auf der anderen. Giftige Atmosphäre in Bussen und Bahnen, bei Twitter oder beim Schlangestehen im Supermarkt. Das nagt an mir. Wie steht es um unser Miteinander? Wo sind die Stimmen, die in den jetzigen Krisenzeiten beruhigen können? Wo sind die Menschen, die sich von ihrem Glauben getragen wissen und darüber sprechen?
Tag der Freiheit
Wie wäre es mit dem 17. Juni als Tag der Wahrheit und Freiheit?
Endlich wieder gemeinsam singen
Vom 1.-3. Juli 2022 findet in Karlsruhe das Chorfest der Evangelischen Landeskirche in Baden statt. 3000 Mitwirkende und 10000 Zuhörende werden dazu erwartet. Sie werden die Stadt zum Klingen bringen. Nach den Einschränkungen der Corona-Zeit will das Chorfest auch die Wiederaufnahme der Chorarbeit an vielen Orten anstoßen.
Alles hat seine Zeit
Von der Freude, dass Vieles wieder stattfinden kann und dem Wunsch, nicht einfach in den alten Trott zu verfallen
Menschen wie du und ich
Kennen Sie eine Jüdin oder einen Juden? Was wissen Sie über ihren Alltag? Das Projekt „Meet a Jew“ des Zentralrates der Juden in Deutschland ermöglicht persönliche Begegnungen und Einblicke in die Vielfalt des jüdischen Lebens in Deutschland.
Frischer Wind
Ausflug, Kurzurlaub oder einfach nur faulenzen. „Auf jeden Fall raus aus den vier Wänden“, das antworten die meisten Menschen auf die Frage, wie sie Pfingsten verbringen. Das hat Tradition. Wurde früher das Vieh zum ersten Mal auf die Weide geführt, gehören heute Pfingstmärkte, Turniere und Open-Air-Festivals an vielen Orten zum Pfingstwochenende. Aber was ist der Anlass für die beiden Feiertage im Kalender? Was wird an Pfingsten gefeiert?
Rudern und der Heilige Geist
Wie man Gott auch beim Rudern näherkommen kann und Widerstände dabei kein Problem sind
"Erstens kommt es anders..."
Wenn es anders kommt als man denkt, muss das nicht immer negativ sein.
Entspannt über Gott und die Welt reden
Seit kurzem fährt ein echter Hingucker durch den Schwarzwald. Ein silberner Airstream-Anhänger mit dem Schriftzug „Silberlilly“. „Was soll das denn sein?“ – Diese Frage hören die Verantwortlichen gern. Denn wenn sie mit ihrer „Silberlilly“ unterwegs sind, wollen sie damit vor allem eines: Dass die Leute neugierig werden und fragen, worum es hier eigentlich geht.
Quarantäne
Eine Zeit der Bewährung und die Erfahrung, dass man Krisen durchstehen kann
Gotteshaus auf dem Wasser: unterwegs mit dem Kirchenschiff
Am Bug hat sie ein großes blaues Kreuz, auf ihrer Fahne flattern Anker und Kreuz mit: die „Wichern“. Sie ist das einzige Kirchenschiff im süddeutschen Raum. Ihre Fracht ist leicht und doch gewichtig. Denn sie transportiert ein Angebot für Begegnung und Seelsorge.
Kleine Königin
Die Orgel gilt als "Königin der Instrumente". Ihr Klang braucht viel Raum und den bieten vor allem Kirchengebäude. Um das beeindruckende Instrument auch denjenigen schmackhaft, oder besser "klanghaft" zu machen, die nicht in die Kirche gehen, baut der Waldkircher Orgelbau eine "kleine Königin": den transportablen Bausatz "Al:legrO".
Theologe mit leidenschaftlicher Nachdenklichkeit
Er gilt als offen, freundlich, feinsinnig und Theologe mit „leidenschaftlicher Nachdenklichkeit“. Am 11. Mai ist der frühere badische evangelische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Klaus Engelhardt, 90 Jahre alt geworden. Er stammt aus einer badischen Pfarrersfamilie und wurde 1932 in Schillingstadt (Main-Tauber-Kreis) geboren. Den Blick über den Kirchturm hinaus in Gesellschaft und Politik hat der rüstige Theologe noch immer.
Expedition Hoffnung - Konfirmation damals und heute
Die Zeiten haben sich geändert, aber die Konfirmation ist immer noch ein besonderes Erlebnis. Wie empfand die Kriegsgeneration ihren Festtag in der Kirche? Das erzählt die 82-jährige Rita Rau, die in Langensteinbach lebt. Für die junge Luca-Marie Grünzig aus Radolfzell markierte der Segen einen Höhepunkt auf ihrem Weg zum Glauben.
Mit gutem Gewissen genießen
Die Spargelzeit ist für viele Feinschmecker die schönste Zeit im kulinarischen Kalender. Doch viele kaufen das „weiße Gold“, ohne sich Gedanken über die Erntehelferinnen und -helfer zu machen. Die ausländischen Saisonarbeitskräfte sind häufig von Ausbeutung betroffen. Die Beratungsstelle „Faire Mobilität“ hilft vor Ort in der jeweiligen Muttersprache.
Überschreitungen - Zwischen Kunst und Glauben
Wenn Pfarrer Eckhart Marggraf und Museumspädagogin Banu Beyer gemeinsam durch das ZKM, Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe führen, dann überschreiten sie zusammen mit den Besuchern die Grenze zwischen Kunst und Glauben.
Zwei Konfessionen unter einem Dach
Sie ist die erste Ökumenekirche Deutschlands: Unter dem Dach der ursprünglich katholischen St. Pius Kirche in Mannheim Neuostheim feiern sowohl Katholiken als auch die Protestanten der Thomas-Gemeinde ihre Gottesdienste. Was so einfach klingt, war ein langer Weg. Denn jede Konfession hat ihre Besonderheiten und liturgischen Bedürfnisse. Doch in einem Kernthema sind sich alle einig, erklärt Pfarrer Stefan Scholpp.
Mut, sich dem Dunklen zu stellen
Psychische Traumata werden heute zunehmend besser verstanden. Mediziner und Psychologen erforschen das Phänomen seit Jahren intensiv. Auch in gesellschaftlichen Debatten ist die Rede vom Trauma oft in aller Munde. In der Theologie dagegen ist es um das Thema bisher vergleichsweise still geblieben. Maike Schult, Professorin für Praktische Theologie in Marburg, erforscht Traumatisierungen aus seelsorglicher Perspektive. Anfang 2024 erscheint ihr Buch „Ein Hauch von Ordnung“ über Traumaarbeit in der Seelsorge.
Emojis als gemeinsame Sprache
Wie erfahren Geflüchtete und Migrationsfamilien von Hilfsangeboten und Beratungsstellen? Wie kommt man ins Gespräch, wenn die gemeinsame Sprache fehlt? Mit Emojis. Die lachenden, weinenden oder zwinkernden Symbole sind auch ohne gemeinsame Sprache verständlich. Mit ihnen arbeitet das Projekt „Emoji – Migrationsfamilien stärken“.
Da steh‘ ich drauf
Gott stellt „meine Füße auf weiten Raum“ (Psalm 31,9). Da steht sich’s gut und da lässt sich’s gut aufbrechen und Wege wagen.
Ende gut, alles gut
Auf 50 Ehejahre zurückblicken, das ist etwas Besonderes. Man muss sich gut ergänzen und auch mal zurückstecken können. Um so mehr wenn die Braut aus behüteten Freiburger Verhältnissen stammte und der Bräutigam italienischer „Gastarbeiter“ war. Bei ihrer Goldenen Hochzeit konnte ein Paar nachholen, was 1970 noch nicht möglich war: ein Gottesdienst mit evangelischer Pfarrerin und katholischem Pfarrer.
Im Tal leben – im Tal bleiben
Man möchte fast ins Kleine Wiesental umziehen. So schön hört sich die Erfolgsgeschichte von Diakonin Fabienne Gentner an. Sie hat sie mit ihrer kommunalen Kollegin Melanie Mühlhäuser geschrieben. Zum offiziellen Projekttitel „Im Tal leben – im Tal bleiben“ gehört für sie auch „im Tal glauben.“ Die beiden Frauen schafften es in gut zwei Jahren, die Lebensqualität in der Region positiv zu beeinflussen.
Wohin der Glaube führt
„Mein Vater war Schriftsteller“, erzählt Reza Rasty (Name von der Redaktion geändert) und beschreibt, wie er im Iran aufgewachsen ist: „Wir hatten viele Bücher zu Hause. Ich habe viel gelesen.“ Zunächst begeisterte sich der Computeringenieur sehr für Spiritualität, doch dann entschied er, dass Religion nichts für ihn sei. Heute ist Rasty Christ und Mitglied der badischen Landeskirche. Hinter ihm liegt die Flucht nach Deutschland und eine spirituelle Reise, die ihn in die Stadtkirchengemeinde Offenburg führte.
… ein geheimes Nebenamt*
Das Gewöhnliche hat Barbara Schulz noch nie gereizt – je herausfordernder, desto besser: „Das, was anders ist und trotzdem gut und wichtig, das liebe ich!“ Anders und besonders ist deshalb nicht nur der Bereich, in dem sich Barbara Schulz seit rund einem Jahr ehrenamtlich engagiert – die Kinderhospizarbeit –, sondern auch der Beruf, in dem sie zuvor tätig war.
Vielfalt fordert uns heraus
Pfarrerin Claudia Baumann ist seit Dezember 2018 Beauftragte für Gleichstellung und Diversity der badischen Landeskirche. Ihr Aufgabenspektrum ist schon unter normalen Bedingungen enorm „vielfältig“; auch angesichts der weltweiten Krisen wurde noch einmal deutlicher, wie groß die Herausforderungen sind, vor denen die unterschiedlichen Ebenen von Diversity – Vielfalt – nach wie vor stehen.
Ängste sind ganz normal
Wie unsere Ängste und Sorgen sich auf unser Leben auswirken, das erläutert Dr. Annette Haußmann im Interview. Sie ist Professorin für Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Seelsorgetheorie an der Universität Heidelberg. Die Psychologin und Theologin ist auch Wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Seelsorge der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Stark machen für gewaltfreie Konfliktlösungen
Frieden beschäftigt die Menschheit seit Anbeginn ihres Seins. Bis heute. Gottseidank. Oder leider? Man sollte meinen, dass nach Millionen Jahren evolutionärer Entwicklung die Menschen in Frieden miteinander leben können – aber weit gefehlt. Das Forum Friedensethik (FFE) setzt sich seit 20 Jahren mit der Friedensfrage auseinander.
Lieben und Arbeiten
Wie oft arbeiten Menschen sich an etwas ab? Arbeiten ist Mühe, nicht immer, aber oft genug.
Paradies im Kleinen
Sonja Fröhlich mag es gern auch mal anstrengend. Wenn sie „eben schnell raus in den Garten“ geht, kann das schon mal zwei, drei Stunden dauern. Denn der „Garten“ der Fröhlichs am Ortsrand von Bühl ist 6.000 Quadratmeter groß. Das entspricht knapp einem Fußballfeld. Sie und ihre Familie haben ihr Hobby zum Lebensmittelpunkt gemacht.
Danke, Thomas!
Ein Hoch auf den Apostel Thomas! Wenn der eigene Glauben mitunter fadenscheinig wird und Risse bekommt - da gab es einen im Kreise Jesu, dem es ebenso ging.
Viel mehr als nur Nachhilfe
„Es ist jedes Mal cool, wenn wir uns sehen!“ Der 15-jährige Robin ist überzeugt: Die Patenschaft im Rahmen von „Fit fürs Leben“ tut ihm gut. Bei diesem Berufs-Orientierungs-Projekt für Jugendliche in Konstanz unterstützen Erwachsene Schülerinnen und Schüler in schulischen Fragen und bei der Berufsfindung. Oft ganz nebenbei, wenn man gemeinsam Freizeit verbringt.
Gemeinsam auf dem Weg ins Pfarramt
„Wir gehen gerne raus und laufen“, erzählt Anja Kamper. „Also, auf einen Berg zum Beispiel“, ergänzt ihr Partner Sebastian Hantke. In ihrem Leben sind beide schon auf vielen Wegen unterwegs gewesen. Sie legte 1.000 Kilometer auf dem Jakobsweg zurück. Er wanderte sogar noch etwas weiter auf einem buddhistischen Pilgerweg durch Japan. Verschlungene Wege waren es auch, die die beiden 34-jährigen in denselben Vikariatskurs der badischen Landeskirche geführt haben.
Wenn Corona und Impfen zum Streit führt
Beim Gespräch über den Sinn von Corona-Maßnahmen oder zum Thema Impfen kann es schnell zu einem Schlagabtausch kommen, bei dem Argumente, Statistiken, medizinische Informationen hin und her wechseln, und keine Übereinstimmung zu finden ist. Besonders schlimm sind solche Corona-Streitereien, wenn wir mit Menschen aneinandergeraten, die uns wichtig sind und mit denen wir uns verbunden fühlen. Wie soll man sich in Corona-Streit-Situationen verhalten?
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